Friday, December 29, 2006

Adé, Opera House!

Ach ja.
Da hat das Schicksal wieder zugeschlagen...

Was Dienstag als leichtes Kratzen im Hals angefangen und sich bis zum Nachmittag in beträchtliches Unwohlsein im Rachenbereich gesteigert hat, artete noch am Abend in ein Gefühl des "ich glaube, ich würde mich jetzt im Bett am besten aufgehoben fühlen" aus.
Noch stark davon überzeugt, dass sich das bis zum nächsten Tag schon wieder geben würde, war ich noch froh über die Nachricht aus Newcastle (Josh ist noch bis heute dort geblieben), dass so ziemlich alle im Hause Hutley seit dem Nachmittag mit den Symptomen vermutlich einer Magen-Darm-Grippe zu kämpfen hatten. Das heißt, ich war froh darüber, hier zu sein, in der einsamen Privatsphäre meines eigenen Bettes, anstatt umgeben von dem Dauerbetrieb zur Toilette eilender Leute...

Andererseits, dachte ich, die haben wenigstens sich, um sich gegenseitig umeinander zu kümmern oder zu bemitleiden oder was auch immer - geteiltes Leid ist halbes Leid... Heute ist mittlerweile der 3. Tag, den ich im Bett verbringe, gottseidank nach wie vor ohne Magen-Darm-Grippe, aber so unglaublich schlapp als hätte ich die drei Tage durchgeko-...

Dabei hatte ich es Dienstag sogar noch zur Generalprobe für die drei Konzerte geschafft, vermutlich eher weil ich mir einredete, ich fühlte mich recht gut als dass das wirklich der Fall war. Aber noch in der Probe merkte ich, dass ich unmöglich bis um 8 durchhalten würde geschweige denn das anschließende 2stündige Konzert.
Um 6 war ich wieder zu Hause und völlig erledigt, bin gegen 7 eingeschlafen und erst am nächsten Morgen um 8 wieder aufgewacht...

Tja, und so habe ich die meiste Zeit seitdem mit schlafen verbracht, oder einfach nur daliegen, lesen, mich bemitleiden...

Jetzt bleibt mir noch 1 Tag, um mich fit zu machen für Silvester - ich bin nicht gerade scharf darauf, Sonntag Abend hier im Bett zu liegen und das Feuerwerk nur zu hören, während eine Horde fröhlich prostender Leute (meine Mitbewohnerin mit Freunden) sich beim Anblick der Feuerzauber um Mitternacht um die Hälse fällt!

Tuesday, December 26, 2006

Aussie Xmas


Ach ja. Mein erstes Weihnachten im Sommer...

Ich habe die Tage nahe Newcastle (ca. 100km nördlich von Sydney) mit Josh und einem Teil seiner Familie verbracht und die Gastfreundschaft mit einer großen Schachtel echten Nürnberger Lebkuchen gedankt, die zu meinem Entzücken - neben anderem aus Deutschland importierten Stollen- und Lebkuchenkram - bei Myer (ähnl. Karstadt) erhältlich waren.

Den 24. haben wir - ganz aussie - mit einem kleineren bushwalk und dann am Strand verbracht...
Anstatt Gottesdienst und Gans zum Abendessen gab es Weihnachtsfrühstück (Crepes) und Bescherung am 25. sowie einen weiteren Strandbesuch. (Und heute bin ich schon wieder zu Hause, da morgen Nachmittag die Generalprobe für unsere drei Konzerte im Opernhaus sind.)

Weihnachtsdekomäßig muss ich sagen habe ich viel gesehen, das mich an diese furchtbaren kitschigen amerikanischen Vorgarten-Lichtinstallationen erinnert; zum Glück nicht im Hause Hutley, wo es keinen silbernen Plastikbaum gab, sondern einen "native xmas tree" (eine Art kleinen gum tree), der wie ein zimmerhoher Ficus mit, naja, zwar auch sehr bunten Lichtern (und anderem Kram) aussah, aber wenigstens gab es keine Lichtergirlanden mit krampfhaft zuckenden Lämpchen, die ansonsten überall draußen die Verandas "schmücken".
Ist sehe schon, es ist mit Worten gar nicht zu beschreiben, aber ich brauche wohl auch nicht zu erwähnen, dass sich dieses Weihnachten nicht gerade wie "übliches" Weihnachten angefühlt hat.

Was ich mir jetzt nur noch wünsche ist, dass meine Halsschmerzen weggehen (keine Ahnung, wie ich mir die eingefangen habe), sonst sieht das mit dem Singen morgen schlecht aus...

Thursday, December 21, 2006

Klitschnasse Gäste

Gestern Morgen hat es ausnahmsweise mal in Strömen gegossen.
Auf dem Weg in die Küche bot sich mir dann dieser ungewöhnlich nahe Anblick zweier klitschnasser Rainbow Lorikeets auf der Fensterbank:









Saturday, December 16, 2006

Wie im Himmel...

Wow, jetzt kann ich sagen, ich bin um die halbe Welt gereist, um diesen Film zu sehen!

Aus irgendeinem Grund habe ich es letztes Jahr nie geschafft, einen schwedischen Film, der mir wärmstens empfohlen wurde (Så som i himmelen - Wie im Himmel) im Kino anzusehen. Auf DVD war er auch noch nicht raus, bevor ich mich nach Australien aufgemacht habe.
Letzte Woche schlage ich den Veranstaltungsteil in der Zeitung auf und traue meinen Augen nicht, als ich die Anzeige für eben jenen Film sehe. Und dann auch noch im Kino hier um die Ecke.

Das Schönste daran ist, dass Filme hier ja nicht synchronisiert werden - ich habe das Meiste auf Schwedisch sogar verstanden, naja mit ein bisschen Hilfe der englischen Untertitel. Ich finde, Kinofilme sollten auch in Deutschland standardmäßig im Original mit Untertiteln laufen, das würde jedenfalls unserem Schulenglisch nicht schaden.
Kann ja nicht jeder für 3 Jahre nach Australien gehen und sein Englisch aufmöbeln ;)

Sunday, December 03, 2006

Canberra - und Johnny

Ich erwähnte irgendwann einmal, dass John Howard, Prime Minister von Australien, es vorzieht, im Kirribilli House in Sydney zu residieren anstatt in Canberra, wie es angemessen wäre. Weil ich aus aktuellem Anlass mal wieder mein geliebtes Down Under hervorgekramt habe, kann ich es nicht lassen, Bill Bryson ein bisschen zu zitieren (seine Ausdrucksweise ist einfach tausendmal brillianter, dafür allerdings auf Englisch):

In 1996 the Prime Minister, John Howard, caused a stir after his election by declining to live in Canberra. He would, he announced, continue to reside in Sydney and commute to Canberra as duties required. As you can imagine, this caused an uproar among Canberra's citizens, presumably because they hadn't thought of it themselves.


(Wie ich jetzt aus eigener Erfahrung sagen kann, da ist was dran... Aber ich bleibe noch ein bisschen bei Johnny, weil's so schön ist.)

What made this particularly intersting is that John Howard is by far the dullest man in Australia. Imagine a very committed funeral home director - someone whose burning ambition from the age of eleven was to be a funeral home director, whose proudest achievement in adulthood was to be elected president of the Queanbeyan and District Funeral Home Directors' Association - then halve this personality and halve it again, and you have pretty well got John Howard.
When a man outstandingly colourless as John Howard turns his nose up at a place you know it must be worth a look. I couldn't wait to see it.


Ich nehme vorweg, dass sich Bill Bryson's Vorfreude nicht lange hielt, und auch aus Erfahrungsberichten von Leuten meines Vertrauens habe ich schon so viel "Gutes" über Canberra gehört, dass ich eigentlich wusste, früher oder später würde ich mir - allen Warnungen zum Trotz - ein eigenes Bild von der Hauptstadt machen müssen.
Ich fahre ein Weilchen fort mit Bill Brysons Worten:

You approach Canberra along a dual carriageway through rural woodland, which gradually morphs into a slightly more urban boulevard, though still in woodland, until finally you arrive at a zone of well-spaced but significant-looking buildings and you realize that you are there - or as near there as you can get in a place as scattered and vague as Canberra. It's a very strange city, in that it's not really a city at all, but rather an extremely large park with a city hidden in it. It's all lawns and trees and hedges and a big ornamental lake - all very agreeable, just a little unexpected.


Und genau so ist es. Letztes Wochenende war es endlich so weit, dass ich diesen aufregenden Schritt gemacht habe, die Hauptstadt zu besuchen. Das heißt, in erster Linie bin ich mit Josh mitgefahren, um seinen Freund Luke in Canberra zu besuchen, nicht wegen Canberra selbst. Vielleicht auch besser so.
Man möchte sich ständig fragen, sind wir schon da? Ist das jetzt schon Canberra oder nicht? Wohlgemerkt, sobald man aus Sydney raus ist und auf die M7 abgebogen ist, verbringt man fast 200km auf der Autobahn, ohne an irgendwelchen nennenswerten Ortschaften vorbeizukommen. Zwischen Sydney und Canberra ist nichts.
Ich erwähne noch kurz, dass Canberra vor etwa 90 Jahren auf dem Reißbrett entworfen wurde und das eigentlich nur, weil man sich nicht entscheiden konnte, ob Sydney oder Melbourne die Hauptstadt sein sollte. Dementsprechend wollte man irgendwo zwischen diesen beiden Städten eine Stadt als "Kompromiss" in den Busch setzen, wobei ich nicht nachvollziehen kann, warum Canberra bzw. ACT (Australian Capital Territory) sich mitten in New South Wales befindet (und nicht etwa an der Grenze von NSW und Victoria) und überhaupt viel näher an Sydney ist als an Melbourne.

Und damit hat es sich eigentlich schön erschöpft, was ich über Canberra zu sagen habe... Ich habe mich außerdem strikt geweigert, Fotos zu machen, da es einfach nichts wirklich Sehenswertes gibt. Kein toller Hafen, keine historische Altstadt; selbst das Umland, normalerweise lieblich hügelig und bewaldet, ist leider kürzlich Buschfeuern zum Opfer gefallen...

Tuesday, November 28, 2006

MacCallum Pool


Mein neues Freizeitvergnügen mit netter Aussicht...
Ich habe mich wochenlang nicht reingetraut, obwohl der Pool 1x die Woche gesäubert wird. Aber es ist halt eben doch Hafenwasser.
Jetzt war ich Sonntag und heute schwimmen, und es ist weniger schlimm als es wirkt! Und kostenlos.

MacCallum Pool wird sogar in der aktuellen Ausgabe des Australian Traveller erwähnt, als einer von Sydneys 10 besten (Salzwasser-) Pools:
Located on the western side of Cremorne Point with stunning views taking in the Harbour Bridge and Opera House, MacCallum Pool was originally a rock pool created by residents as a safe harbour swimming hole, then reconstructed in the 1920s above the high water mark. Although the pool is small and narrow (just two lanes wide) it's long enough for laps.

Thursday, November 23, 2006

Ich lebe noch!

Na gut, jetzt ist ein Lebenszeichen wirklich überfällig.
Ich rekonstruiere aus meinem Terminkalender...

Woche 43
Letzte Woche vor dem Konzert mit dem Uni-Chor! Nicht das im Opera House, aber dafür unser eigenes. Viel Zeit (u.a. der gesamte Samstag) ging somit für die Chorproben drauf. Unimäßig haben mich Extras wie ein 'commencement report' und 'annual progress report' beschäftigt gehalten sowie ein Artikel für den MUPRA (Macquarie University Postgraduate Representative Association) Newsletter.

Woche 44


Endlich: das Konzert! Nach 5 Monaten Proben hatte ich eigentlich schon ein wenig die Nase voll von unseren ewigen lateinamerikanischen Rhythmen, aber am Ende haben wir so gut gesungen wie nie zuvor in den Proben, und es soll sogar das beste Konzert gewesen sein (was ich nicht beurteilen kann, denn für mich war es ja erst das erste Konzert mit den Macquarie University Singers).

Woche 45
Das Wochenede musste ich damit verbringen, research reports "meiner" Studenten zu korrigieren. Na gut, ein bisschen Zeit für den Strand war auch drin.
Gleichzeitig war dies auch die letzte Unterrichtswoche, so dass ich jetzt erst mal "arbeitslos" bin. D.h. jetzt muss ich "nur noch" an meiner Doktorarbeit basteln.

Woche 46
Sehr überraschend musste ich meine italienische (und beste) Freundin Federica verabschieden. Sie hatte Samstag erfahren (was ich Montag erfuhr), dass sie sehr überraschend schon am Mittwoch zurück nach Italien fliegen muss (anstatt erst in mehreren Wochen) für ein Jobinterview für ein research fellowship, das ihr zu 80% sicher ist.
Was lehrt uns die Sache mal wieder: "Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter".... Wir dachten natürlich, wir haben ja noch soo viel Zeit, aber da kann man wieder sehen, wie schnell es ganz anders kommen kann.

Samstag war ich mit meinem Freund Ben erst für Yum Cha (eine Art chinesisches Brunch) in Chinatown und dann in Bondi unterwegs, um endlich die "Sculptures by the Sea" zu bewundern. (Ben zieht Ende des Jahres nach Brisbane, also wieder einer weniger. Seufz.)
Eine meiner Liebligsskulpturen gab es gleich am Anfang, zum Glück, denn ziemlich bald anach gaben die Kamerabatterien den Geist auf...
(Ein Archiv mit Skultpuren aus den letzten Jahres gibt es hier.)


Ein weiteres Bild bevor die Batterien dann wirklich alle waren dokumentiert das Resultat von 5 (glaube ich) Monaten Haare wachsen lassen!

(mit Ben)

Diese Woche
Dass wir diese Woche überlebt haben ist schon fast bemerkenswert. Dienstag 36 Grad, gestern 38 Grad. In unserem neuen Büro, ohne Klimaanlage, muss es so an die 30 Grad gehabt haben (aber mit Klimaanlage hätten wir uns darüber beschwert, dass es viel zu kalt ist). Heute hat es sich spontan auf 22 Grad abgekühlt und ich muss sagen, ich finde das ziemlich kalt...

Monday, October 16, 2006

Das Experiment

Ich nenne das letzte Wochenende das Experiment, weil ich finde, dass Heather und ich etwas getan haben, das ein bisschen, naja, wenn nicht direkt gewagt war, so doch jedenfalls bisher noch nicht ausprobiert: wandern bei 35 Grad!
Und zwar die Art wandern, die wir hier so gerne "serious bushwalking" nennen (nur einige "ausgewählte" Leute aus dem bushwalking club verdienen das Attribut "serious bushwalker"), d.h. wandern mit Gepäck, Zelt usw.


Ich kenne Heather von der 3-Tages-Wild-Dog-Mountains-Tour, und da man ja auch nicht immer mit einem ganzen Pulk Leuten unterwegs sein möchte (obwohl die Mehrtages-Touren gewöhnlich weniger stark frequentiert sind - eben von den "ernsthaften" Wanderern, oder eben auch denjenigen, die sich mehr oder weniger "hineinverirrt" haben ohne jegliche Wandererfahrung - ich frage mich, warum der Club noch keine "Zulassungskriterien" hat für solche eher anspruchsvollen Touren); jedenfalls, man möchte ja auch mal seine eigene Tour machen.

Wir wussten lange vorher, dass es so heiss werden würde, waren deswegen gut vorbereitet. Zumindest wassermäßig, obwohl ich zugebe, dass ich nicht gedacht hätte, dass man dann doch 4 Liter trinkt an solch einem Tag, aber ich hatte 5 1/2, und der Sonntag war mit 22 Grad vergleichsweise kalt und weitaus weniger anstrengend. Außerdem nur 8 (im Gegensatz zu 17)km Distanz, also nur ein Katzensprung. Tatsächlich waren wir schon um 10:30 in Otford und konnten zu einem verdienten Apple Pie-Frühstück einkehren...

Aber um beim Anfang zu bleiben, wir haben uns das gut überlegt mit der Richtung und dass wir den langen Tag in brütender Hitze haben würden. Es ist ja durchaus nett, am Sonntag nicht zu spät nach Hause zu kommen, und dann ist es auch die Frage, ob 17km im Nieselregen besser sind als in der Sonne.
Wir waren auch durchaus nicht die Einzigen Verrückten, die unterwegs waren. Mit uns (oder vor bzw. hinter uns) waren zwei Paare und ein weiteres Grüppchen, plus eine Horde Pfadfinder, die zum Glück eine andere Route eingeschlagen haben, jedenfalls waren sie abends nicht auf dem Zeltplatz.

Im Royal National Park war ich im April schon mal, auf dem Camp (ohne wandern) mit ein paar Leuten aus dem Seminar, das ich letztes Semester interessehalber besucht habe. Der Coast Track führt von Bundeena im Norden nach Otford im Süden und, wie der Name anklingen lässt, an der Küste entlang.


Leider ist noch keine Walsaison, sonst hätten wir sicherlich ein paar Wale oder auch Delphine sichten können. Dafür hatten wir die Ehre, einem Schnabeligel (engl. Echidna) zu begegnen, wie (für mich) schon beim letzten Mal im Royal. Diesmal war er mitten auf dem Weg und ließ sich gar nicht von uns stören, blieb buchstäblich uns zu Füßen, naja, bis dann diese Horde Pfadfinder aufholte und ihm wohl zu laut wurde.

Wovon wir nicht ganz so begeistert waren, ist, dass jetzt Fliegenzeit ist, d.h. man wird umschwärmt und belästigt von Massen kleiner Fliegen, die es darauf abgesehen haben, einem bei jeder Gelegenheit in Augen, Nase, Ohren und/oder Mund zu fliegen. Ich habe mir schließlich mit einem Zweig Abhilfe geschaffen, den ich vorm Gesicht geschwenkt habe, was sie einigermaßen von ihren Aufdringlichkeiten abgehalten hat. Trotzdem hat es eine von ihnen in meinen Mund geschafft, und ich frage mich, was sie nun davon hatte, ausgespuckt auf dem trockenen Boden zu verenden...

Nach ziemlich anstrengenden aber auch wirklich schönen 17km, inkl. zwei Strand-und-Schwimm-Stopps und einer langen Mittagspause mit Sonnenbaden hatten wir es endlich zum Zeltplatz geschafft und - nach einem weiteren Erfrischungsbad - das Zelt aufgebaut, wieder mal gerade bevor es dunkel wurde. Ich hatte gerade den Campingkocher in Gang gesetzt, als ein netter kleiner Sturm aufkam (die Wettervorhersage sagte in der Tat etwas von "late change", allerdings nichts von einem Sturm), der das Zelt platt auf den Boden drückte und auch sehr spontan unsere achtlos auf dem Boden verteilten Klamotten in der Gegend verteilte (meine gerade erst aufgeblasene Isomatte, auf der ich mich mit meinem Essen niederlassen wollte, konnte ich 50m weiter Richtung Busch aufsammeln).

Während Heather unsere Sachen rettete, begab ich mich auf die Suche nach einem etwas geschützteren Platz für das Zelt, was nicht so einfach war, da der Zeltplatz eben eine Art Lichtung am Wasser war. Wir fanden zum Glück eine halbwegs gute Stelle, halbwegs im Busch, wo das Zelt ein bisschen größere Chancen hatte, aufrecht stehen zu bleiben. Wo wir dann auch bald von den anderen Campern Gesellschaft bekamen, die das gleiche Problem hatten.

Aufregend.
Der nächste Morgen war dann ein wenig trist, mit Nieselregen und den erwarteten 22 Grad; die einen allerdings troztdem zum Schwitzen brachten dank der hohen Luftfeuchtigkeit. Nach recht kurzen 8km und besagtem Applepie-Frühstück waren wir schon mittags auf dem Weg zurück nach Sydney, die nächste (Tages-)Tour planend...

Friday, October 13, 2006

Interessante Angebotspalette

Jetzt hat das wieder Monate gedauert, bis ich es endlich mitbekomme, aber vor ein paar Tagen erst habe ich bewusst wahrgenommen, mit was für einer Angebotspalette das uninahe Macquarie Centre wirbt:


Nicht nur alles ums Essen, Reisen und den ganzen anderen Kram, den man von einem halbwegs anständigen Shoppingcentre erwartet, sondern auch - und hier weiss ich nicht, ob wir da ganz besonders exklusiv sind - Giftware! :)

Tuesday, October 10, 2006

Australische Boygroups - naja...

Was haben meine Mitbewohnerin Orla und ich uns letzten Sonntag erschreckt, als beim morgendlichen TV-Musikprogramm das hier gesendet wurde: "I Cry" von Boytown.

Boytown! Was ist das denn für ein Name! Und dann, wenn man sich mal die Typen ansieht: Boytown??
Das sind doch alles "alte Knacker"?! Und das Video, so was peinlich.
Dann waren sie gestern, habe ich mir sagen lassen, auch noch beim Frühstücksfernsehen auf Channel7. Am Ende der Sendung gibt es immer Livemusik von australischen Künstlern - womit dann auch klar war, dass diese Peinlichkeit australischen Ursprungs ist. Ist das etwa ernsthaft alles, was Australien an Popkultur zu bieten hat?!? Oje.

Zum Glück habe ich gerade eine Mini-Recherche durchgeführt, und mir fällt ein Stein vom Herzen: BoyTown ist ein Film (ab 19.10. in den Kinos, zumindest in Australien) über das Comeback einer Boyband der 80er, und die Schauspieler sind australische Comedians. (Bekannte australische Comedians, aber wenn man vom continent kommt, kennt man sie natürlich nicht.) Die haben dann eben nebenbei ein Musikvideo aufgenommen.

Den Film muss man dann vielleicht mal mit eigenen Augen gesehen haben...

Monday, October 09, 2006

Noch mal ein bisschen sehr viel "wildlife"

Nein, nicht nochmal, aber der Fotolink.

Tuesday, October 03, 2006

Schweinekäse?

Nein, wir wissen ja nun, dass die Australier manchmal ein bisschen verschroben sind, aber diesmal habe ich den Unsinn selbst verzapft, indem ich kundgetan habe, wie gerne ich doch pig cheese mag.
Da ich ja nun nicht gerade als Liebhaber von Ziegen- oder (echtem) Schafskäse bekannt bin, ist es eigentlich ein wenig verwunderlich, dass auf einmal so etwas wie Schweinekäse meinen normale-kuhmilch-bevorzugenden Gaumen erfreuen könnte?
Gibt es Schweinekäse überhaupt?? Ich würde sagen, nein, wenn auch nicht mit 100%iger Sicherheit. Pig cheese (oder auch pick cheas) war auch eigentlich nur mal wieder einer meiner Versprecher (für chick peas - Kichererbsen)... Kicher :)

Ansonsten habe ich mich auch die letzten drei Tage meines Kurzurlaubs noch gut erholt (mit nichts Besonderem) und "freue" mich nun, meinen Uni-Alltag zurück zu haben. Bin gerade in unser neues Büro umgezogen und eigentlich schon wieder entnervt, weil "dank" meiner Abwesenheit letzte Woche mein Lieblings-Platz, den ich ins Auge gefasst hatte, nun belegt ist. Den erobere ich mir aber noch!

Friday, September 29, 2006

Ein bisschen sehr viel "wildlife"...

Fantastisch, es ist Freitag und ich habe immer noch frei. Erhole mich gerade von den letzten 3 Tagen wirklich anstrengenden Wanderns in den Blue Mountains. Nettes Grüppchen von 6 Leuten, alle Langzeit-wander-erfahren, naja bis auf Lee, angeblich erst letzten Samstag in Sydney eingetroffen und so gut wie kein Englisch sprechend, noch nicht mal verstehend (na prima; wie ist so etwas heutzutage eigentlich möglich) - war anscheinend auch sein erster bushwalk überhaupt, und er wirkte wirklich erschöpft am Ende, d.h. wirklich erschöpft und nicht nach 10 Minuten Pause wieder obenauf. Aber irgendwie kann man dann auch keine Rücksicht nehmen, wenn eine Tour als 3-Tages-Tour, "medium-hard", eingestuft wird. Wahrscheinlich hat er es nicht verstehen können...?! (Ok, das war gemein.)

Anders als sonst führte der Weg nicht gleich ins Tal runter, sondern erst einmal lange Zeit einen Pass namens "Narrow Neck" entlang - fantastisches Panorama, nur hatte ich leider diesmal meine Kamera nicht dabei; ich bin aber sicher, dass in der Fotogalerie vom bushwalking club bald Bilder online sind. Dann sicherlich auch von den Kletterpartien.

Das Wetter war temperaturmäßig etwas erträglicher als bei der Tour letzte Woche, mit dem einzigen Problem, dass absolut kein bisschen Wasser in den creeks war (und das in einem Wassereinzugsgebiet!). Man hatte vielleicht Wasser für 2 Tage dabei, aber nicht für 3. Nahe unserem 1. Camp sollte laut Karte ein Wasserloch sein, und irgendwie war da auch eins, natürlich nicht besonders frisch. Uns blieb nicht wirklich eine andere Wahl - immerhin entwich dem Wasser kein moderiger Gestank (war allerdings Zuhause für kleine Moskitolarven), und mit abkochen und Wasserdesinfektionstabletten erschien es uns einigermaßen genießbar (so genießbar und lecker der Geschmack von Chlor eben ist). Jedenfalls, wir habens überlebt.

Am Morgen beim Wasserholen, erst mal ein Stückchen rein in den Busch, traf ich dann auf diesen Kollegen:


Eine Red-bellied black snake, häufigste Schlangenart (neben 18 anderen) in den Blue Mountains, giftig, aber nicht sehr (wie beruhigend!), und bislang gibt es nur einen einzigen registrierten Todesfall...
Habe sie wohl beim morgendlichen Sonnenbad gestört - ich bin buchstäblich fast draufgetreten! - und ihr einen gehörigen Schrecken eingejagt (und sie mir!), was sie dazu veranlasst hat, hochzuschnellen und dann abzuzischen. Glaube aber nicht, dass das Hochschnellen ein Angriffsversuch war, denn sonst hätte sie das auch getan (nahe genug war ich immerhin).

Na, das war jedenfalls ziemlich aufregend, und ich fühle mich auch direkt ein bisschen geehrt, dass ich diese nette schwarze Schlange (übrigens ca. 1.5m lang, also nicht ohne) gesehen habe, denn normalerweise hauen die gleich ab, wenn man durch den Busch "trampelt".

Viel schlimmer als die Schlange fand ich allerdings, dass dann beim Zelte einpacken etc. um ein Haar ein Exemplar einer besonders hässlichen, wenn auch nur ca. 5cm großen Spinne mit in meinen Rucksack geraten wäre; wir konnten sie nicht eindeutig identifizieren, aber möglicherweise war es eine Huntsman Spider (VORSICHT - seid gefasst auf wahrlich furchterregende Bilder, weitaus furchterregender als dieses!!!) ähnlich dieser hier:


Brrrrr!
Ist mir eigentlich egal, was es für eine war, Schlangen sind mir lieber!
Von den Wombats haben wir allerdings leider mal wieder nur die Hinterlassenschaften gesehen.

Monday, September 25, 2006

Bushwalk No.6


Oh man fasst es nicht: ich habe Urlaub!
Ich habe einfach beschlossen, dass es jetzt erst mal reicht mit all der Arbeit und genieße bereits meinen 4. Urlaubstag (naja, inkl. Wochenende), und das Gute ist: ich denke kein bisschen an die Arbeit.
Gut, ich bin gerade an meinem Arbeitsplatz, aus internettechnischen Gründen, aber auch nur, weil ich nachher noch zur Chorprobe gehe. Habe mir auf dem Weg hierher bei Aldi eine Tüte Color-Rado geholt... die hab ich seit Ewigkeiten nicht mehr gegessen (geschweige denn, dass ich bei Aldi war)!

Jedenfalls, meinen Kurzurlaub habe ich mit meinem Freund Ben und einer kleinen 2-Tages-Wanderung in den Blue Mountains begonnen. Das war sehr geschickt, denn während man sich in Sydney bei 33° lieber nicht mehr als nötig bewegt hat, hatten wir es in den "Bergen" immerhin um einiges kühler. Vor allem, weil viele der Wanderungen einen Abstieg ins Tal beinhalten (um dann leider mit einem ganz furchtbar steilen Anstieg zu enden). Dank der heftigen Regenfälle vor 2 Wochen gab es dann auch mal Wasserfälle mit Wasser zu sehen. Gibt's alles natürlich auch bildlich dokumentiert.

Den Sonntag habe ich - wieder geschickterweise - dann doch wieder nicht am Strand verbracht, auch wenn die Temperaturen dazu eingeladen hätten; dazu gab es allerdings einen richtig fiesen Wind, von dem man am Strand nichts anderes erwarten kann als dass er einem den Sand ins Gesicht fegt.

Morgen starte ich auf eine andere Tour in den Blue Mountains, drei Tage diesmal und mit dem bushwalking club. Und dann: langes Wochenende! Für mich extra lang, da ich Freitag ja auch freigenommen habe, und Montag ist Labour Day. Das wird dann wahrscheinlich "Urlaub auf Balkonien", sprich vor der Haustür = am Strand. Diesmal gehe ich wirklich!

Thursday, September 21, 2006

Blöde Ironie

Ironie in alltäglicher Kommunikation ist in der australischen Kultur sozusagen nicht existent. Jedenfalls nicht die gleiche Form von Ironie, die ich selber als Bestandteil meines 'deutschen Humors' verwende (haben die Deutschen überhaupt Humor??).
Und dann ecke ich immer überall an, weil die Leute ernst nehmen, was ich sage (obwohl es ja ironisch gemeint ist), und manchmal fühlen sie sich sogar angegriffen...

Zuletzt geschehen vorhin im Sportzentrum der Uni. Federica und ich spielen neuerdings Squash, die Schläger kann man praktischerweise leihen. Naja, als das nette Mädel an der Rezeption nachfragte, "Zwei Schläger?", ist es mir einfach so rausgerutscht: "Nee, wir nehmen einen zusammen".

Habe es im gleichen Moment bereut! Die Arme hat sich etwas verarscht gefühlt...

Wednesday, September 20, 2006

01:54.05

Jetzt sind auch endlich die Bilder online.
Vom Marathon letzten Sonntag. Habe mich erst mal nur, zum 2. Mal, an den Halbmarathon gewagt (nächstes Jahr ist der Marathon dran!); aber dass ich unter zwei Stunden blieb, überstieg wirklich alle meine Erwartungen. Wie man sehen kann, musste ich dafür allerdings auch ordentlich was tun...


(Das ist beim Schlussspurt im Ziel - ich wage zu behaupten, dass ich die ganzen 21km davor wesentlich entspannter ausgesehen habe :)

Der Kurs war allerdings ziemlich enttäuschend, eigentlich langweilig. 10km nach Haberfield (ein suburb) und gleiche Strecke zurück, highwayartige Straße, ohne Zuschauer (die waren vermutlich auf der anderen Seite, wo der Marathonkurs langführte, was zunächst mehr in der Innenstadt war).
Ansonsten bekommt man ja beim Laufen sowieso nicht so viel von der Umgebung mit - ich erinnere mich an den London Marathon (nicht gelaufen, nur zugeschaut!) und wie eine auswärtige Läuferin meinte, sie habe nicht mal Big Ben wahrgenommen... Tja, schade für all die Nicht-Sydneysider, denn die haben von der Harbour Bridge (Start) und dem Opera House (Ziel) bestimmt ähnlich wenig mitbekommen außer vielleicht hinterher. Für mich sind sie Teil meiner ganz gewöhnlichen 60min-Laufstrecke...

Monday, September 18, 2006

Sauna mit Meeresblick

Das Wetter hat sich nach jenen 5 ungemütlichen Tagen wieder beruhigt und ist zu seinem üblichen Dauer-Frühling zurückgekehrt. Aus Unachtsamkeit hatte ich bereits meinen ersten (wenn auch sehr leichten) Sonnenbrand im Gesicht, dabei ist es noch meteorologischer Winter! Angeblich war der letzte Sommer (diese Sache mit über 40° an Weihnachten) eine rare Ausnahme, nur ein Extrem; wenn ich mir dann den Wetterbericht ansehe und die für morgen angekündigten 29°, bin ich mir da gar nicht mehr so sicher...


Man geht auch schon seit 2 oder 3 Wochen zum Sonnenbaden an den Strand, aber ich war dafür bisher zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt; habe den Samstag zwar bei meiner italienischen Freundin in Bondi verbracht, uns war aber eher nach Pool (mit Meerwasser) und Sauna bei den 'Bondi Icebergs'. Sauna mit Meeresblick. Hinterher Kaffee am Strand, über unser eigentlich im Großen und Ganzen ausgesprochen 'qualitativ hochwertiges' Leben hier sinnierend...

Monday, September 11, 2006

Sintflut

Brrrrr!
Das Wetter der letzten Tage erinnert mich sehr an das Kieler Wetter, das ich all die Jahre unter Flüchen und Verwünschungen ertragen habe. Es hat in den letzten 5 Tagen mehr geregnet als in all den 7 Monaten zusammen!
Jaja, die Natur braucht das. Weiß ich doch. Selbst der von mir totgeglaubte Baum in Nachbars Garten präsentiert sich nun, ganz frühlingsgemäß, mit neuen grünen Trieben. Glaube allerdings, dass selbst die Natur jetzt langsam genug hat von all dem Nass. Und überhaupt, warum regnet es nicht einfach nachts?! Da stört es doch niemanden?

Jetzt sitze ich hier mit durchnässten Hosenbeinen, die Schuhe halten bei all den Wassermassen auch nicht dicht, und der Bus hatte eine halbe Stunde Verspätung, so dass es jetzt eigentlich gar nichts gebracht hat, dass ich mich für den früheren Bus durch den Regen gehetzt habe. Seufz.
Ich habe am Wochenende Ernst gemacht und es im Bett verbracht. Es hat sowieso, um es nochmal hervorzuheben, die ganze Zeit geregnet. Davon habe ich andererseits wiederum nicht sehr viel mitbekommen, da ich furchtbar viel Schlaf nachzuholen hatte... Nebenbei ein bisschen gearbeitet. Abends ein bisschen Geburtstage gefeiert.

Oh übrigens, "Crocodile Hunter" Steve Irwin ist tot. Wird hier als nationale Tragödie gehandhabt, wie immer eben, wenn bekannte und beliebte Persönlichkeiten tragisch ums Leben kommen.

Thursday, September 07, 2006

Lächerlich!

Die Delle in dem gelben Etwas, das mein gemieteter Transporter war, ist, wie ich heute erfahren habe, gut $2.700 "wert" (ca. €1.800). Da fällt mir nichts mehr ein. Nur, dass ich zum Glück nur einen Bruchteil davon zahlen musste. Trotzdem ärgerlich, immer noch.



Monday, September 04, 2006

Die Woche der Beulen & Schrammen

Was für ein Glück, dass eine neue Woche angefangen hat! Die kann dann ja nur besser werden.
Ich möchte nur demonstrieren, dass auch trotz verbesserter allgemeiner Lebensqualität (das Wetter! die Mentalität!) nicht alles nur eitel Sonnenschein ist. Ihr dürft also gerne ein bisschen Mitleid zeigen, nachdem ich von meiner 2. Wochenhälfte berichtet habe:

Worauf ich die ganzen letzten beiden Wochen hingefiebert hatte, war letzter Donnerstag. Weil das Zahltag ist. Dank meiner Tutorien hatte ich eeeendlich genug Geld zusammengekratzt, um ein Bett zu kaufen und anderen Kram. (Nein, zum Glück musste ich nicht die ganzen 4 Wochen auf dem Boden schlafen, ich hatte eine alte Matratze; aber besonders vergnüglich war das nun nicht.)
Sind dann also Donnerstag mit einem gemieteten Transporter zu Ikea, um all das Zeug zu kaufen. Nach 3 Stunden und einem wirklich schlimmen Hotdog für $1 waren wir endlich wieder auf dem Heimweg. Oder fast. Ich war derart ungeduldig, nach Hause kommen, dass ich beim Rangieren im Ikea-Parkhaus erst mal den Wagen seitlich gegen einen Pfeiler gesetzt habe.

Recht ordentliche Leistung, ich hab dem Wagen eine 1qm große Beule und etliche Schrammen verpasst. Natürlich lässt Europcar mich dafür blechen, obwohl ich wette, dass die entweder einen Mechaniker im Haus haben, der das für lau macht, oder dass sie es sogar gar nicht machen lassen. Es mir aber trotzdem berechnen. Ich frage mich sowieso, wer sich um eine Beule in einem Transporter schert.
Ich hatte zum Glück diese extra Gebühr bezahlt, um den Eigenanteil zu verringern, aber lustig ist das trotzdem nicht, da ich jetzt eben meine Ersparnisse für diesen Mist ausgeben musste.

Trotzdem freue ich mich sehr über mein neues Bett und hoffe sehr, dass ich das nächste Wochenende mal faul darin verbringen kann.

Samstag war ich bushwalken im Wollemi National Park, was ein bisschen verrückt war, da wir ganz plötzlich Strandwetter bei 26 Grad hatten. Wurde aber schnell besser, da wir in einen Canyon hinabgestiegen sind, wo es schön kühl war.
Nach den 2 Stunden Fahrt zum Nationalpark standen uns erstmal 10km auf einem 4WD track bevor (das ist mehr als nur eine durchschnittliche europäische Schotterpiste, d.h. mit einem Fahrzeug mit Allradantrieb ist man wirklich besser beraten. Wegen dem größeren Abstand zum Boden). Von unseren 4 Autos war eines ein 4WD - erfreulicherweise hatte ich das Privileg, darin mitzufahren. Damit fährt sich's fast wie auf einer normalen Straße...
Den anderen ging es nicht ganz so prächtig, vor allem, weil zwei der Autos ziemlich tief gebaut waren. Könnte wetten, dass es bei denen ein paar Unterboden-Beulen&Schrammen gegeben hat...

Gestern dann war ich mal wieder auf einem meiner langen bushruns, und brillianterweise bin ich gleich nach nur 5 Minuten über eine unsichtbare Wurzel gestolpert und habe mich, zum ersten Mal, so richtig schön hingehauen. Auf das Knie. Um nicht zu sagen, mein Knie und die darunter liegende Partie ist jetzt eine einzige Beule und Schramme! Heute sieht mein Knie aus wie damals, nach dem Fahrradfahren lernen oder ähnlichen Aktivitäten, die Kinder dazu bringen, sich alles zu zerschrammen.
Naja, es gibt zum Glück Schlimmeres. Gekostet hat mich das jedenfalls nichts!! Ganz im Gegensatz zu diesem überflüssigen Blechschaden.

Wednesday, August 30, 2006

Nasses Schaf

Mittwoch ist der Tag, an dem ich unbedingt den früheren Bus nehmen muss, um nicht völlig abgehetzt zum Tutorium zu kommen. Der geht um 8. Bisher habe ich daher Mittwochs auf meine morgendlichen Läufe bzw. Spaziergänge verzichtet, aber mittlerweile fühle ich mich richtig schlecht und erschöpft, wenn ich morgens nicht draußen war, da ich ja ansonsten den ganzen Tag drinnen sitze.
Da ich morgens nichts mehr hasse als zu hetzen, dachte ich, ich stehe mal um 5 auf, um genug für die "ganze Runde" und ein gemütliches Frühstück zu haben.

Die "ganze Runde" ist diese:
Der schmale grüne Streifen um die Halbinsel Cremorne Point, nennt sich Cremorne Point Reserve und ist ein Stück Buschland, das die Anwohner liebevoll ehrenamtlich unterhalten. Sehr beliebtes morgendliches Ziel von Walkern und Joggern.


Jedenfalls, leider hat es um 5 wie aus Kübeln gegossen. Eine halbe Stunde später war es zum Glück schlagartig vorbei, so dass ich endlich raus konnte an die frische Luft. Unglaublicherweise war es irgendwie total schwülwarm, noch nicht richtig hell dazu, aber das hat mich nicht sonderlich gestört (Sonnenaufgang ist zur Zeit gegen 6).
Und dann: herrlich! Der Regen hatte die ganzen Düfte der Büsche und Bäume hervorgespült. Ich bin die ganze Stunde lang schnuppernd durch dieses "Reservat" gelaufen, fast schon hyperventilierend, damit mir auch ja kein Duft entgeht. Ein sehr amüsanter Geruch lag den anderen zugrunde: nasses Schaf. Oder nasser Schafwollpullover. Schurwollpullover? Na egal. Ich glaube, das sind die Palmen, die im nassen Zustand so riechen; bei Eukalyptus ist mir das jedenfalls noch nicht aufgefallen.
War schon witzig, in dieses kleine Streifchen Buschland einzubiegen und nasses Schaf zu riechen.

Und jetzt gehe ich meine Studenten quälen!

Tuesday, August 29, 2006

Versprecher

Ich war durchaus ein bisschen stolz auf mich, als ich schon nach einigen Wochen ununterbrochenen Englisch-Redens meinen ersten Versprecher produziert hatte. Stolz, weil Versprecher unbewusst ablaufen und ich das als Zeichen dafür sehe, dass Englisch wenigstens halbwegs zu einer Sprache geworden ist, die mir mehr oder weniger automatisch - unbewusst - über die Lippen kommt.

Nicht zu vergessen in diesem Zusammenhang, dass ich mittlerweile auf Deutsch immer öfter einen Satz anfange, aber dann bemerke, dass ich die Englische Wortfolge "geplant" hatte, was ja oft nicht übereinstimmt.
Ganz beliebter Versprecher bei mir: "tag questions" im Deutschen. Haben wir nicht. Nicht in dieser Form: "That's kind of annoying, isn't it?". Sage ich trotzdem: "Das ist doch irgendwie nervig, ist es nicht?".

Zurück zu den "richtigen" Versprechern.
Der erste, den mein sprachlich überfordertes Hirn produziert hat, war
Next Monday is Birth's Qu-... (intended: is Queen's Birthday - ein Feiertag)
Dann: ...both genres in a wroten and sp-... (in a written and spoken manner)
Auch schön: time-confusing (für time-consuming)
Oder: ...contact them regarding the questions in paper (the papers in question)

Der nächste Versprecher ist mal wieder ein Zeichen dafür, wie das Englische so langsam meine Muttersprache, etwas dramatisiert, untergräbt:
Zum Glück hab ich schon meine Rente bezahlt für September. (dt. 'Miete' / engl. 'rent', aber das wisst ihr natürlich)
Was hab ich mich erschreckt.

Monday, August 28, 2006

Leech attack!!

Iiiigitt! (Das schon mal vorweg!)
Der Samstag hat so schön angefangen; was heißt schön, ich musste immerhin in aller Herrgottsfrühe aufstehen um mich auf die lange Reise mit dem öffentlichen Nahverkehr nach Epping zu begeben (ja, nach Epping!) - um die anderen Leute vom bushwalking club zu treffen (übrigens nur um nachher festzustellen, dass einer der Typen in Neutral Bay wohnt und mit dem Auto gefahren ist).

Jedenfalls, die Wanderung war ebenso kurz wie unspektakulär - was nicht heißt, dass sie nicht nett war, nur würde ich den Typ Buschland, den wir so "hinterm Haus" haben, mittlerweile als recht gewöhnlich bezeichnen... Der Spannendste Moment war, fand ich, als uns Leute entgegenkamen und ankündigten, in der nächsten Höhle am Wegrand wäre eine rieeesige Spinne. Tot allerdings. Was ich gut fand, weil das vor allem hieß, wenn sie tot ist, werde ich endlich mal eine sehen!! Habe ja in den ganzen Monaten hier noch nicht ein einziges Exemplar in freier Natur gesehen. Nicht, dass ich so sehr Freude daran hätte; aber ihr wisst ja, das Schreckliche hat oftmals einen genauso großen Reiz...

In besagter Höhle und Umgebung war dann keine Spur von einer riesigen Spinne, nicht mal von einer toten. So langsam fange ich an zu glauben, dass das alles nur ein Gerücht ist mit all den fürchterlichen Tierchen in Australien...
Bis wir dann Mittagspause gemacht haben nicht weit von einem kleinen Flüsschen. Saßen alle gemütlich auf dem Boden, Sonnenschein, Frösche quakten usw. Dann - ein Pieksen an meinem Knöchel. Als ich hinsah, wusste ich eigentlich nicht, was es war, da war nur ein schwarzbraunes raupenartiges Ding, aber ich dachte noch, dass Raupen normalerweise nicht beissen, als ich es, begleitet von einem netten kleinen Schrei des Entsetzens, mit dem Handrücken wegfegte.

"Es", das war ein Australian land leech, sprich ein Blutegel. Hässliches Ding (dafür eines der wenigen untödlichen Viecher in Australien), und obwohl es gerade erst unsanft weggewischt worden war (das war wohl gerade in letzter Sekunde, bevor es sich ernsthaft an meiner Knöchelarterie genüsslich tun konnte), nimmt es doch sofort wieder Kurs auf mich! Ekelhaft! Ich gebe zu, dass es letztendlich an jenem Samstag noch sein Leben gelassen hat. Betone jedoch, dass nicht ich dafür verantwortlich bin. Habe sogar die anderen, als sie sich dann alle um mich und das arme Ding versammelt hatten, davon zurückgehalten, es einfach aus böser Absicht totzutreten. Nein, ich glaube, das Ding ist schlicht und einfach vor unseren Augen verhungert!

Wednesday, August 23, 2006

Wieder ein coastal walk

Hatte letztes Wochenende mal wieder die Gelegenheit, bei schönstem Wetter (wie immer eben) einige bisher unbekannte Ecken von Sydney zu erforschen.
Tat das auf einer kleinen Wanderung von Rose Bay nach Watsons Bay, was zu den Eastern Suburbs gehört und von Neutral Bay aus sogar mit der Fähre zu erreichen ist (erwähnte ich, dass die Fähre mein liebstes öffentliches Verkehrsmittel in Sydney ist?).
Am Spektakulärsten war wohl der Stadtteil Vaucluse: vor allem deswegen, weil ich gar nicht wusste, wie sehr exklusiv er ist. Überwachungskameras, wo man hinblickt... Fast noch extremer als beim Kirribilli House (der Residenz des Prime Ministers), nur dass in Vaucluse nicht auch noch Security-Leute rumlaufen.
Am Schockierendsten war allerdings meine Entdeckung, dass Scones bei Bakers Delight in Rose Bay doppelt so groß sind wie die bei Bakers Delight im Uni-Shoppingcenter, aber trotzdem genauso viel kosten.

Friday, August 18, 2006

Hab mich gefunden!

Jetzt habe ich mich auch endlich selbst auf dem City2Surf Video entdeckt! Ich glaube, die haben den Link aktualisiert, und jetzt erst sind die richtigen Läufer zu der entsprechenden Zeit zu sehen.
Ich komme nach ca. 8s ins Bild, hinter einem größeren Pulk Läufern, ziemlich am linken Bildrand (kurz nachdem einer der Läufer in der Mitte jubelnd die Arme hochreisst). Hellblaues Shirt, schwarze Shorts. Ist natürlich wenig spektakulär, weil man trotzdem fast nichts erkennen kann...

Vor-Feuerwerk

Dies kann man vermutlich nur einen ganz kleinen Vorgeschmack auf das Silvesterfeuerwerk nennen...




Habe nicht rausgefunden, zu welchem Anlass dieses Mini-Feuerwerk eigentlich stattfand (ist ja auch egal!); habe mir aber sagen lassen, dass jetzt - wo der Sommer vor der Tür steht - immer mal wieder Feuerwerke am Circular Quay sind, bis dann schliesslich an Silvester wieder das größte Feuerwerk der Welt abgefeuert wird.
Ich weiss, es ist jetzt noch gar nicht die Zeit dafür, aber ich habe gerade Bilder vom letzten Silvester gefunden; da freue ich mich doch direkt darauf, dieses Jahr hautnah mit dabei sein zu können!

Wednesday, August 16, 2006

City 2 Surf

Ach, da war doch noch was. Habe letzten Sonntag meinen "Probelauf" für den Halbmarathon im September absolviert. Der "City2Surf" ist Australiens größter Fun Run, und groß war der wirklich, denn es sind über 63.000 Leute mitgelaufen bzw. -gegangen. War ganz schön voll!

Wegen all der vielen Läufer hat es dem Startschuss 13 Minuten gedauert, bis ich dann auch endlich die Startlinie überqueren konnte. Meine offizielle Zeit von 88:32 ist allerdings 5 Minuten zu lang (weil die sich nach dem Startschuss für meine Gruppe richtet, aber auch in meiner Startgruppe hat es 5 Minuten gedauert, um endlich an der Startlinie anzugelangen), jedenfalls hat meine eigene Uhr 83 Minuten angezeigt. Das ist offiziell der 15.029ste (!) Platz. Von 53.669 finishern.

Oh, es waren übrigens 14km. Start war am Hyde Park in der City, Ziel am Bondi Beach - deswegen "City2Surf" :) Nach den ersten 6km recht ebener Strecke musste man sich für knapp 4km den "Heartbreak Hill" hochquälen; Dann 4km fast nur bergab, zum Strand runter.
Blöderweise gibt es keine Bilder von den einzelnen Läufern; na gut, das wäre vielleicht auch etwas zu viel verlangt bei der Anzahl. Statt dessen gibt es Videoclips vom Zieleinlauf, auf denen man sich angeblich auch sehen kann - wenn man seine Startnummer auf der website eingibt, erhält man einen Videoclip (Kamera 2), von dem man eigentlich annehmen sollte, dass er so ziemlich die Zeit des eigenen Zieleinlaufs zeigt. Ich habe mich selbst allerdings noch nicht entdeckt, auch wenn es zwei oder drei Leute in dem Gewusel gibt, die ich sein könnten, aber auch irgendwie nicht.

Monday, August 14, 2006

Vollmond um 6.45h

Ich muss endlich mal die Bilder nachliefern! Habe letzten Donnerstag meine Kamera auf meinen morgendlichen Spaziergang mitgenommen. Hatte auf einen ähnlich spektakulären Sonnenaufgang gehofft wie am Tag zuvor (tiefroter Himmel über der City), aber es gab keinen. "Nur" den dicken Vollmond:







Wednesday, August 09, 2006

Was nettes für den Lebenslauf...

Heute habe ich außerdem mehr oder weniger erfolgreich mein erstes "Unterrichten" hinter mich gebracht. Ich gebe zwei Tutorien für die Einführung in die Psycholinguistik. 3. Semester. Gott, sind die jung!
Die meisten Leute waren allerdings unvorbereitet - wussten angeblich nicht, dass sie Texte vorzubereiten haben. Ist halt ein bisschen schade, wenn von 10 Leuten nur 3 wirklich mitdiskutieren. Tja, aber es war zu meiner Zeit nicht anders, ich geb's zu. Noch schlimmer war das zweite Tutorium; da sind überhaupt nur 3 Leute, und eine war vorbereitet. Die anderen beiden mussten dann versuchen, in einer Viertelstunde den Text zu überfliegen, um wenigstens ein bisschen mitreden zu können.
Mir kann das zum Glück mehr oder weniger egal sein, muss ja keinen Kurs bestehen... Und bezahlt werde ich so oder so...

Volkszählung

Gestern hatte ich die große Ehre, meinen Beitrag zur australischen Bevölkerungsstatistik zu leisten. Hier in Australien gibt es noch so etwas wie Volkszählungen. D.h., korrigiert mich, wenn ich irre, aber in Deutschland haben wir das nicht, oder? Weil man ja eh beim Einwohnermeldeamt gemeldet ist (hier gibt es das ja nicht)? Ist mir jedenfalls nicht bewusst, dass ich jemals an einer Volkszählung teilgenommen hätte.
Jedenfalls, hier ist Beteiligung Pflicht, und es kostet sogar Strafe, wenn man das Ding nicht ausfüllt! Wählen ist übrigens ebenfalls Pflicht. Kostet ebenfalls Strafe, wenn man ohne guten Grund nicht zur Wahl erscheint. Tja, so ein freies Land - aber bei solchen Dingen holen sie die Kontrolle dann wieder nach.

Friday, August 04, 2006

Bushaltestellenwarteschlangendynamik

Ich nehme ja morgens faulerweise den Bus hoch zur Hauptbushaltestelle in Neutral Bay Junction (ich darf das, weil ich jetzt morgens immer ein Stündchen am Wasser entlang jogge oder gehe), was mir immer 20 Min. Zeit gibt, mich ein bisschen zu sonnen und die Warteschlangen sehr genau zu beobachten, während ich auf den anderen Bus warte. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Schlangestehen, das ich vergangenen Montag beobachtet habe, eine regelrechte Dynamik beinhaltet.

Es sind drei Stände hintereinander, und am Stand A, wo die meisten Busse fahren, stellen sich die Leute in zwei parallelen Schlangen an. Kein Scherz! Neuankömmlinge stellen sich einfach hinten an, und niemand würde es wagen, sich einfach von der anderen Seite vorzudrängeln.
Am mittleren Busstand B ist nicht so viel los, aber natürlich gibt es auch dort eine ordentliche Schlange.
Am Stand C ist es wieder ein bisschen belebter, aber im Gegensatz zu Stand A stellt man sich in einer einzigen langen Schlange an, und wenn dann die 143 kommt, treten die Leute, die eigentlich auf die 140 warten (z.B. ich), einfach einen Schritt zurück aus der Schlange heraus, aber jeder bleibt in seiner Position, um sich dann, wenn die 143 weg ist, wieder zu einer Schlange zusammen zu stellen.

Da sagt ihr nichts mehr, was? :)
Ist aber übrigens auch bisher die einzige Bushaltestelle, an der ich so etwas beobachtet habe.

Monday, July 31, 2006

Hat so in etwa gestimmt

Bis auf den Sydney Tower habe ich das letzte Wochenende ziemlich gut vorhergesagt.

Umzug kein Problem - 1 PKW-Ladung voll. PKW, nicht LKW! Mit so wenig werde ich vermutlich nie wieder umziehen...
Die Wohnung ist auch immer noch klasse, das Zimmer zwar sogar noch kleiner als das vorher (sage und schreibe 7,5 Quadratmeter - aber man braucht ja nur noch ein Bett darin), aber die 9qm von vorher haben's eigentlich auch nicht gerade rausgerissen. Vom Quadratmeterpreis her ist das neue Zimmer genauso teuer, obwohl das eigentlich verwundert, wenn man die Lage (Epping vs. Neutral Bay) vergleicht. Was mich wieder in meiner Vermutung bestärkt, dass das alte Zimmer in Epping preislich unverschämt überzogen war. Ich wusste es.
Falls ihr mal eine Zahl haben wollt, mein Winz-Zimmer kostet umgerechnet ca. - Schock! - 360 Euro pro Monat. Ohne Strom.
Habe ein paar flüchtige Bilder von der Wohnung gemacht, nichts großartiges, aber für den Eindruck.

Nach der ganzen Aktion dann schön mit der Fähre in die Stadt (10 Min.) und in der Sonne rumgehangen...
Den Tower haben wir dann doch gelassen, weil in letzter Zeit wieder Massen von Touristen in der Stadt sind (müssen wohl Sommerferien in Europa sein) und sie alle am Samstag Nachmittag auf diesen blöden Turm steigen wollten.

Die kleine Wanderung am Sonntag hat mich sozusagen an meiner Haustür vorbei geführt, von Cremorne Point nach North Sydney. Auch nur ein paar wenige Bilder, es wiederholt sich ja so langsam doch ein bisschen...
Wir sind sogar am Haus von John Howard (der Prime Minister von Australien) in Kirribilli vorbeigekommen. Warum die Sydneysider es eigentlich gar nicht gerne sehen, dass Howard praktisch das ganze Jahr über in Sydney residiert, steht hier.

Heute Morgen dann das erste Mal der weite Weg zur Uni; eigentlich war das erträglich, 45 Min. und ohne umsteigen. Hätte mich an der Bushaltestelle schon wieder kringeln können: All die Leute, die auf ihre verschiedenen Busse warteten, hatten sich bereits schön ordentlich in einer Schlange aufgereiht...

Friday, July 28, 2006

Vorschau

Diesmal mache ich es ein bisschen anders und berichte, was ich dieses Wochenende alles tun werde.

Morgen früh erstmal umziehen. Ich schätze, mein gesamtes Hab und Gut hat Platz in 4 großen Umzugskartons. Das wird dann wohl keine große Sache werden. Am besten überrede ich meine beiden neuen Mitbewohnerinnen (Orla, aus Irland; Harumi, aus Japan; aber beide "trotzdem" nett) dann erst mal, ihr dial-up Internet (ähm... wie sagt man doch gleich wieder auf Deutsch? Analog, glaube ich. Nicht DSL); also ich werde sie erstmal überreden, auf drahtloses ADSL umzusteigen. Sie hatten schon Interesse bekundet, als ich es beim 1. Treffen vorsichtig anfragte.
Das ist auch der Grund, warum ich jetzt schon schreibe: Das mit dem Internet wird mir bestimmt zu nervig sein am Wochenende, vor allem, wenn ich wieder Bilder hochladen will. Ich liefere dann also die Bilder nach, aber ihr wisst jetzt schon mal, was passiert :)

Dann brauche ich ein Bett. Zum Glück nur das, denn mehr wird sowieso nicht in das Zimmer passen :(
Aber das muss wohl noch eine Woche warten, da wir dieses Wochenende nur einen kleinen Corolla haben. Aber ich weiß schon, wo ich's herbekomme: Dank IKEA fühlt man sich ja mittlerweile überall auf der Welt zu Hause... Hatte es nicht auch Aldi in Neutral Bay?

Nach dem Umzug werde ich erst mal die Fähre in die Stadt nehmen. Die Fähre! In die Stadt! 5 Minuten zur Fähre, und die braucht 10 Minuten. Tam ist übrigens auch mal wieder mit dabei, und wir werden dann wahrscheinlich einfach nur den ganzen Tag irgendwo in der Sonne sitzen und Kaffee trinken. Oder doch einen Glühwein im Bavarian Bier Café? Igitt, bei 20°! Aber da jetzt Winter ist, gibt es im Bavarian Bier Café "nach deutscher Tradition" natürlich Glühwein. Na wer's braucht.

Dann schaffen wir es vielleicht auch endlich mal, auf den Sydney Tower zu steigen. Das haben wir bisher vor allem deswegen nicht geschafft, weil es unverschämt teuer ist - 15 AUD (ca. 9,50 EUR) pro Nase. Diesmal habe ich aber einen Gutschein für 50% Nachlass. Der Tower soll deswegen toll sein, weil er die höchste Erhebung in Sydney ist und die Sicht natürlich dementsprechend. Wir werden sehen.

Samstag Abend ist dann das Annual Dinner meines Chores.

Für Sonntag haben Freunde von mir, Ben und Megan, eine Wanderung geplant. Es gibt auf dem North Shore (das ist der Name für das Gebiet um North Sydney mit Umgebung, auf dem Nordufer) einen langen circle walk (ich glaube, ich werde es ab sofort einfach aufgeben, nach deutschen Entsprechungen zu suchen!), den man in mehreren Etappen gehen kann. Ben und Megan haben schon 1/3 davon gemacht und hatten dieses Wochenende zufällig vor, die 2 Etappen nahe Neutral Bay zu gehen. Dachte, da könnte ich ja einfach mal mit, wo es doch buchstäblich vor der Haustür ist...

Sieht so aus, als könnte ich nach dem Wochenende erstmal ein Wochenende brauchen!

Saturday, July 22, 2006

Na super!

Das war ja klar: jetzt wo ich schön damit angegeben habe, dass mein Chor im August im Opera House singen wird - gerade wurden die AusPops Konzerte abgesagt!! Das Australian Philharmony Orchestra ist in irgendwelchen Schwierigkeiten oder so, aber es wurde nicht näher erläutert.
Na gut, dann wird es eben erst was im Dezember, wo weitere AusPops Konzerte geplant sind. Seufz.

Was hingegen geklappt hat, ist ein neues Zuhause zu finden. (Hoffentlich ist das nicht auch wieder zu früh erzählt, denn ich habe noch keinen Vertrag unterschrieben...) Das ging erstaunlich schnell (musste nur zwei Wochen suchen), und das Zimmer ist erstaunlich günstig, dafür, dass es in Neutral Bay ist - Harbour view, ich sage nur Harbour view! Ich werde euch über den Haken an der Sache auf dem Laufenden halten :)
Witzigerweise sind meine Mitbewohnerinnen wieder keine Aussies - dafür aus Irland und Japan, aber es sind wenigstens keine 20-jährigen Studentinnen (und das Englisch von Harami - die Japanerin - ist besser als meins.....).

Ich glaube, ich werde heute wieder einen ziemlich faulen Samstag haben. Es ist zur Zeit so etwas wie Regenzeit (d.h. es gibt drei bis fünf kurze Schauer täglich bei immer noch 18°, so dass man sich die Klamotten vom Leib reißen möchte, weil es einem irgendwie schwül vorkommt - haha). Habe auch gerade überhaupt keine Lust mehr, diese lange Reise in die Stadt zu unternehmen, nur um mal kurz durch die Läden zu gucken und dann doch nichts zu kaufen.
Ich sollte auch lieber ein bisschen sparen, da ich mir demnächst ein Bett kaufen muss. Spenden bitte auf folgendes Spendenkonto... haha

Thursday, July 13, 2006

Dringendes Auf-den-neusten-Stand-bringen!

So!
Habe gerade beschlossen, jetzt einfach mal von der Arbeit zu lassen und für eine Weile ein neues Lebenszeichen zu kreieren. Ich will das seit Wochen abends oder auch morgens schaffen, aber man kommt ja zu nichts.

Ich hatte allerdings auch zwei einfach furchtbare Wochen Ende Juni, und brauchte die letzte Woche, um mich davon wiederum zu erholen. Hatte irgendwie genug vom all dem Gelese; jetzt ist es besser. Eigentlich hatte ich vor, jetzt für ein oder zwei Wochen frei zu nehmen, aber das ist einfach nicht drin.

Erwähnte ich, dass ich jetzt bei den Macquarie Uni Singers bin? Das ist unser Uni-Chor, der aber haupsächlich aus Nicht-Studenten besteht; unser nächstes (und mein erstes) Konzert ist im August und wird im Opernhaus stattfinden. Im Opernhaus! The one and only Sydney Opera House! Bin schon mächtig aufgeregt...

Meine WG wird zur Zeit etwas jünger, worüber ich eigentlich gar nicht erfreut bin. Meine thailändische Mitbewohnerin ist gerade fertig geworden mit dem Studium und wird zurück nach Thailand gehen (so viele Leute, die ich hier kennengelernt habe, gehen bald wieder weg von hier, was ziemlich traurig ist, da ich jetzt wieder neue Leute kennenlernen muss). Statt dessen zieht gerade eine Freundin meiner Mitbewohnerin aus Peru ein, beide gerade mal 20 bzw. 21. Uff. Fühle mich eindeutig zu alt dafür!
Aber zum Glück wollte ich ja ohnehin mal wieder umziehen; Epping ist nett und grün und ruhig, aber es ist eigentlich ein bisschen ZU nett und ruhig (grün ist OK). Und einfach sooo weit weg von allem. Außerdem Klein-Asien. So langsam möchte ich doch mal irgendwo wohnen, wo ich das Gefühl habe, in Australien zu sein. Und wo ich auch mal einen Blick auf die City erhaschen kann (kann man von so ziemlich überall nur nicht Epping).
Mein neuer Wunsch-Suburb nennt sich Neutral Bay, und dem Namen nach liegt das dicht am Wasser. 10 Min. in die City. Na gut, eine knappe Stunde zur Uni, aber habe nach langem Nachdenken beschlossen, dass ich das auf mich nehme.

Letzten Sonntag war ich mit meiner italienischen Freundin Federica unterwegs, bei schönstem Winterwetter, auf einem coastal walk von Bondi nach Watsons Bay (hab nur ein paar wenige Bilder, weil Federica die neuen Batterien für ihre Kamera zu Hause gelassen hat!). Von dort hatte man nämlich einen wunderbaren Blick auf Neutral Bay und jene Gegend, und tja... das war's. Da will ich hin...
Federica wohnt in Bondi (das ist übrigens dort, wo Sydneys größter/bekanntester/beliebtester Strand, ist, Bondi Beach), fantastische Gegend + Atmoshpäre, aber 1 1/2 Stunden zur Uni. DAS wäre mir dann doch ein bisschen zu weit weg. Aber es hat schon was.

Dann zwei neue Ziele: Sydney Marathon (nein, nein, nur den halben!) und als "Vorbereitungslauf" den 16km City2Surf. Beide sind sehr "scenic" (äh - landschaftlich reizvoll): Halbmarathon startet mit der Harbour Bridge und endet am Opernhaus. Der City2Surf startet ebenfalls an der Harbour Bridge und endet am Bondi Beach.
Ein weiterer "Grund", in den nächsten Wochen dort in die Nähe zu ziehen: weil der Marathon im September ist (Frühling, und garantiert ziemlich warm) startet er um halb 7 morgens! Und dort sein soll man möglichst 1 Stunde vorher. Sollte ich wirklich aus Epping anreisen müssen, müsste ich mich also um halb 5 auf den Weg machen. Eine nicht gerade sehr verlockende Vorstellung; vor allem, weil ich dann ja auch noch 21km laufen soll...

Sunday, July 02, 2006

Merkwürdige Dinge geschehen...

Ich habe nicht vorsätzlich gelogen...!
Ihr erinnert euch an meine Erkenntnis (irgendwann im Mai), dass die Sonne auf der Südhalbkugel nie im Süden zu sehen ist? Ich hatte nebenbei erwähnt, dass das mit dem Wasserstrudel, der sich auf den beiden Erdhalbkugeln in unterschiedliche Richtungen dreht, Unsinn ist.

Jetzt das: gestern hatte ich eine kleine Diskussion mit einem Australier darüber... der behauptete allen Ernstes, das würde sehr wohl stimmen. Natürlich habe ich alle erdenklichen Argumente dagegen angebracht. Zum Beispiel diese eine Folge der Simpsons, die in Australien spielt, wo es für die Toiletten in der amerikanischen Botschaft eine spezielle Vorrichtung gibt, die den Wasserstrudel in die entgegengesetzte Richtung lenkt. Etwas ernsthafter, das Argument der Corioliskraft, welche - ich hatte es im Mai in der Online-Enzyklopädie Wikipedia nachgelesen - dafür verantwortlich ist, dass die Richtung überall auf der Welt gleich ist.

Ich habe gerade noch mal auf Wikipedia nachgeschaut. Jetzt ist plötzlich alles anders! Sowohl die deutsche Version (müsst die Einträge 'Nordhalbkugel' und 'Südhalbkugel' vergleichen) als auch die englische Version sprechen jetzt von unterschiedlichen Drehrichtungen aufgrund der Corioliskraft. Könnte schwören, dass es vorher anders war... bestimmt hat jemand die Einträge editiert.

Saturday, July 01, 2006

Man wird alt

In den letzten Tagen habe ich wieder verstärkt zu spüren bekommen, wie das "Alter" einem doch einen Strich durch die Rechnung machen kann. Oder das Alter in Verbindung mit der WM, besser gesagt.
Ich meine, ihr habt es ja alle gut und bequem, mit der Übertragung, aber unsereins hier "unten" muss sich dann schon mal ganze Nächte um die Ohren schlagen, nur um eins der Spiele live zu sehen. Ich bin seit einer guten Woche dauermüde! Und das nur, weil ich den einen Morgen nicht vor 4 ins Bett kam, trotzdem um 7 wieder aufstehen musste.

Was war denn das bitte mit Deutschland vs. Argentinien?! Wir schlagen uns wieder die ganze Nacht um die Ohren (in einem Pub diesmal) - nichts passiert. Dann auch noch Nachspielzeit - wir wollten schon längst im Bett sein! Dabei war es schon wieder halb 4 morgens. Na wenigstens hat Deutschland dann beim Elfmeter noch alles rausgeholt, damit sich das alles auch gelohnt hat!! Ich war um halb 5 endlich im Bett und habe es diesmal immerhin hingekriegt, knapp 6 Stunden Schlaf zu kriegen.

Ich sage nur, man hat es nicht leicht. Man wird alt. Ist alles nicht mehr so einfach zu ertragen wie damals. Bin froh, wenn Deutschland dann endlich Weltmeister ist und damit das Thema WM abgehakt ist.

P.S. Tour de France gucken fällt aus!

Saturday, June 24, 2006

Australien steht Kopf (ha ha)

Ja, bin noch da. Es ist hier im Moment etwas schwierig, sich auf etwas anderes zu konzentrieren als Fußball... Nach dem Spiel gestern (bei uns Freitag morgen um 5) sind alle noch ein wenig mehr ausgeflippt, was nicht gerade verwunderlich ist.
Ich muss ja zugeben, dass ich ein großer Fan der Socceroos bin und von Anfang an daran geglaubt habe, dass sie nicht wieder gleich in der Vorrunde ausscheiden... Mal sehen, wie weit sie es diesmal schaffen. Ihr habt vielleicht mitbekommen, dass es Australiens 2. WM-Teilnahme überhaupt ist, und die erste schon 30 Jahre zurückliegt (und eben nur die Vorrunde überdauerte)...

Melde mich wieder, wenn es was Interessantes zu berichten gibt. In letzter Zeit habe ich meine freie Zeit wirklich viel mit Nichtstun verbracht, was irgendwie mal ganz angenehm war...
Ich denke an Euch alle! Hoffe, es geht euch gut.

Monday, June 12, 2006

So nicht, Mr. Howard!

Es ist zum Haare raufen. Da wird in manchen Ländern der Welt endlich eingesehen, dass Atomkraft vielleicht doch nicht die Lösung aller Energieprobleme ist (was macht eigentlich der Atomausstieg in Deutschland, jetzt wo Angie an der Macht ist? Bin nicht auf dem Laufenden).
Und was macht die konservative Regierung unter Prime Minister John Howard?! Ist am überlegen, ob es für Australien in Zukunft nicht sinvoll wäre, auf Kernenergie umzusteigen!

Sicher, die momentane Energiegewinnung aus Kohle kann auf Dauer keine Lösung sein.
Aber dann... Nach einigen Tagen Empörtseins über Howards Erwägungen kam mir ein Gedanke, der mich noch mehr empört: Wie war das doch gleich, Australien ist ein Land mit über 300 Sonnentagen im Jahr? Wie wär's dann mit Solarenergie? Und Platz genug dafür gäbe es ja wohl auch?!

...

Und ich hab natürlich recht: Laut der Australian Greens könnte mit Solartechnologie der Energiebedarf ganz Australiens gedeckt werden.
Leider habe ich das Gefühl, dass ein großer Teil der Bevölkerung Kernenergie befürwortet. Die idiotischste Stellungnahme dazu habe ich in einem Leserbrief gesehen: "Nuclear power: Why do we need it? Because years of neglect by government of alternative energy research, such as solar and geothermal, have left us with no alternative".
Ähm... Und wie wäre es, wenn man einfach guckt, was in anderen Ländern geschieht? Solartechnologie steckt doch nun wirklich nicht mehr in den Kinderschuhen, und neu erfunden werden muss sie schon gar nicht.

Ich habe das Gefühl, man ist hier plötzlich auf die Idee gekommen, dass fossile Brennstoffe nicht gut sind, und jetzt ist es das einzige Ziel, sie durch irgendetwas anderes zu ersetzen. Warum alle gerade von Kernenergie so angetan sind, ist mir ein Rätsel. Vielleicht ist es noch nicht bis nach Australien durchgedrungen, dass es so etwas wie ein Endlagerungsproblem gibt.
So ist das Hauptargument gegen die Kernkraft auch nicht deren Spätfolgen, sondern die Gefahr, dass Atomkraftwerke Ziel von Terroranschlägen werden könnten. Na gut, also wenn man dem ganzen Terrordilemma der heutigen Zeit etwas Positives abgewinnen wollte, dann vielleicht das, dass es dazu beitragen könnte, Australien energiemäßig "sauber" zu halten. (Fieser Gedanke, gebe ich zu! Aber wahr.)

Sunday, June 04, 2006

Bavarian Breakfast

Ich gebe zu: nach 4 Monaten "interkulturellem" Essen habe ich zur Zeit wieder das Bedürfnis nach "Bodenständigerem".

Nicht nur, dass mir dieses Schlabberbrot buchstäblich zum Hals raushängt - es gibt glücklicherweise in der Stadt eine deutsche Bäckerei, die nicht nur alles mögliche Brot anbietet (richtiges Brot aus Sauerteig), sondern auch die köstlichsten Brötchen (stinknormale Mehrkorn, aber wow, das ist so aufregend nach all den Monaten der Entbehrung!) und sogar Teilchen...

Zur Feier des Tages haben Tam und ich heute in der Stadt gefrühstückt. Natürlich nicht nur irgendwo und irgendwas: "Bayerisches Frühstück" im Löwenbräu Keller!
Es war mir gar nicht bewusst, wie sehr ich deutsches Essen vermisse (geschweige denn, dass ich "deutsches Essen" irgendwie hätte definieren können), aber als dann unser Leberkäse und die Spiegeleier kamen und Brezeln hinterher - wir sind schier ausgeflippt!

Zuvor mussten wir uns allerdings erst mal nach guter deutscher Sitte - sprich umständlich und pingelig und nie zufrieden - niederlassen: erst draußen, da war es dann aber doch ein bisschen kühl (die Heizstrahler waren nicht an); dann drinnen, bzw. in einer Art verglasten Veranda, da war es viel zu heiß (die Heizstrahler waren an - kein Kommentar zur Logik); dann höflich gefragt, ob es nicht möglich wäre, draußen einen Heizstrahler anzumachen. Kein Problem. Also wieder raus. Dann noch ein paarmal die Plätze am Tisch gewechselt... bis alles perfekt war.

Ich brauche nicht extra erwähnen, dass das Personal in Lederhosen bzw. etwas Dirndlartigem bedient?!

Nächstes Mal werde ich Käsespätzle essen oder noch besser Nürnberger mit Sauerkraut, oder vielleicht auch beides, und hinterher Schwarzwälder Kirschtorte!

Saturday, June 03, 2006

Meine Lieblingskiwi

Doch, ist mein Ernst: diesen Eintrag widme ich der Kiwi...



Ich war nämlich äußerst entzückt, meine Lieblinskiwi - die goldene Version - seit vorgestern im Sortiment des Obst- und Gemüsemarkts meines Vertrauens vorzufinden.
Und es sind haargenau die gleichen, die man in Deutschland kriegt, was natürlich nicht verwunderlich ist, warum sollte Neuseeland nicht auch nach Australien exportieren... Aber das Unglaubliche: sie sind hier teurer!!!

Und wo ich schon mal dabei bin, hier wieder ein bisschen Kultur:
Die Kiwi stammt ursprünglich aus China und kam 1906 nach Neuseeland - unter dem Namen "Chinese gooseberry" (Chinesische Stachelbeere), wohl des Aussehens wegen. Neuseeländer haben sie später nach ihrem Nationalvogel benannt. Auch dies wohl des Aussehens wegen: beide - der Kiwi und die (grüne) Kiwi haben ein braunes, "wuscheliges" Äußeres...

Nein, es war natürlich vorwiegend eine Marketingstrategie (und die Entscheidung gegen einen Namen mit "China" darin hatte gleichzeitig irgendwas mit dem Kalten Krieg und Chinas Mitwirken darin zu tun und der negativen Konnotation bei einer Vermarktung im Westen), aber eigentlich hatten die Neuseeländer die Kiwi "Kiwifruit" genannt und sind eigentlich nicht sehr erfreut darüber, dass das "fruit" vom Rest der Welt überwiegend weggelassen wird. Wegen der "Verwechslungsgefahr": da "Kiwi" nicht nur der Name des Vogels, sondern auch Spitzname des gemeinen Neuseeländers an sich ist.

Naja, da ist was dran: ich hab gestern meinem Vermieter John - geborener Neuseeländer - völlig begeistert von meiner neuesten Errungenschaft, und dem Verzehr, meiner Lieblingskiwi erzählt (so nach dem Motto "I just ate one of my favourite Kiwis"), und er hat schon erstmal ein bisschen komisch geguckt im ersten Moment...

Sunday, May 28, 2006

Bushwalk No.4


Was ich wirklich an Sydney mag (ich meine, zusätzlich zu allem anderen) ist, dass man sich in den Zug setzen kann und in weniger als 2 Stunden in den Blue Mountains ist. Bzw. der Clou daran ist ja, dass man sich mitten im Nationalpark befindet, wenn man aus dem Zug aussteigt, und wenn man das am richtigen Bahnhof macht, kann man direkt loswandern.

Das haben wir dieses Wochenende gemacht, und zwar tatsächlich Samstag und Sonntag, d.h. mit zelten. Unser "Hauptorganisator" Craig hat sich eine Tour einfallen lassen, die sozusagen von Bahnhof zu Bahnhof geht (ich sag ja!).

Da er die Tour selbst noch nicht gegangen war, wussten wir auch nicht, dass uns die ersten Kilometer am Glenbrook Creek entlang "bush bashing" erwarten würde, das bedeutet so viel wie "sich durch den Busch schlagen". Aber gerade das macht die Sache natürlich spaßig...

(Übrigens, nur ganz am Rande: "bush bashing" ist gleichzeitig ein nettes Wortspiel, denn "bashing" kann auch 'schlechtmachen' oder 'kritisieren' bedeuten, und dann ergibt "Bush bashing" einen ganz anderen Sinn...)

In Ermangelung eines Campingplatzes haben wir wild gecampt. Das hatte den Vorteil, dass wir uns ein wirklich wunderbares Plätzchen an einem lookout aussuchen konnten: mit Sonnenuntergang und Sonnenaufgang direkt vor der "Haustür". Sydney war mal wieder in der Ferne zu sehen (ca. 60km Entfernung)...

Und am nächsten Morgen (Sonntag) das Unausweichliche: runter ins Tal, auf der anderen Seite wieder rauf... Was das ganze noch erschwert hat, war - ähem - das unverschämt schöne Wetter: Während es in Sydney grau und trüb war (konnte man wunderbar sehen in der Ferne...), war bei uns die ganze Zeit über alles schön sonnig und warm - na, so an die 20° (gefühlte Temperatur 30°). Fast ein bisschen zu warm für die Plackerei. Aber ich will mich ja nicht beschweren.

Das einzig komische war, dass sich die Leute auf dieser Tour in 2 Grüppchen aufgeteilt haben. Da waren 4 Typen, die ich vorher nicht kannte (und deren Namen ich zugegebenermaßen auch hinterher nicht wirklich kenne), die ganz gerne unter sich blieben; sie waren allerdings auch nicht gerade wandererfahren (was so nicht vorgesehen war auf einem overnight hike) und hinkten immer etwas hinterher...

Sunday, May 21, 2006

Ach, die Australier!

Wenn die Australier mal gerade nicht "spinnen" (ich erwähnte wohl so was in der Richtung in einigen älteren Einträgen) sind sie wirklich liebenswert.

Heute morgen habe ich mich mal wieder bei einem Lauf durch den Busch verausgabt und, damit ich mal was neues sehe, einen neuen Weg ausprobiert. Der war beschissen - lauter große Steine überall, so dass man eigentlich nirgendwo vernünftig auftreten konnte, deswegen war's mir auch irgendwann zu blöd und ich bin umgekehrt.
Dabei traf ich dann auf ein Grüppchen Wanderer (zum Wandern war der Weg wirklich besser geeignet als zum Laufen), die dermaßen beeindruckt davon waren, dass jemand auf diesem Weg läuft, dass sie mich im Vorbeigehen spontan loben mussten und "Good on ya!" rufen.

Das hat mich an ein anderes Mal erinnert, als ich irgendwo an der Küste entlanggewandert war und schließlich wieder in den Ort zurückkam. Das war während unseres Campings Ende April, als ich den einen Tag ein bisschen am Strand entlanggehen wollte (was schließlich zu einem 4-Stunden-Marsch wurde). Ich hatte aber letztendlich einen wahnsinnig schönen Tag, der gerade mit einem tollen Sonnenuntergang zu Ende ging (und es war dieser Tag, an dem ich den Schnabeligel gesehen hatte und das erste wilde Känguru) - ich sah anscheinend so richtig glücklich und zufrieden aus, dass mich irgendein Typ von seinem Vorgarten aus fragte, ob ich einen netten walk gehabt habe. Und ich könnte schwören, dass er sich mitgefreut hat!...

Schön, oder?
Derlei ist mir schon öfters untergekommen, und ich mag die Art wirklich sehr.

Saturday, May 20, 2006

Bin noch da!

Es hat sich einfach nur nichts Erzählenswertes ereignet: Meine freie Zeit an den Wochenenden verbringe ich in letzter Zeit hauptsächlich in der Stadt. Einfach so, ohne bestimmtes Ziel. Man kann Tage damit verbringen, herauszufinden, was es alles für Einkaufsmöglichkeiten gibt - es gibt unzählige Passagen und dergleichen, ich verlaufe mich noch immer.

Heute vormittag habe ich mich mit Freunden zum Yum Cha getroffen. Das ist so eine Art chinesisches Brunch. Lecker!
Danach musste ich mich auf die Suche nach einem Wanderausrüster machen. Wie sich herausstellte, befinden sich so ziemlich alle Outdoorläden in Sydney in einer einzigen Straße (um nicht zu sagen, Laden an Laden). Wie praktisch! Naja, eigentlich weiß man nicht, welchen man nun nehmen soll. Aber ich brauchte sowieso nur eine Regenhülle für meinen Rucksack, da kann man ja nicht allzu viel falsch machen.
Nächstes Wochenende geht es nämlich auf eine 2-Tages-Wandertour mit campen in die Blue Mountains - ich gehe natürlich nicht ernsthaft davon aus, dass es etwa regnen könnte, aber man will ja auf alles vorbereitet sein.

Und abgesehen vom Wochenende arbeite ich natürlich schön an meiner Doktorarbeit. Das geht im Moment ganz gut, ich lese immer noch viel (das Thema hat sich mittlerweile halbwegs geändert, so dass ich sozusagen wieder bei null angefangen habe) und schreibe Zusammenfassungen usw.
Neuerdings bin ich sogar dem Uni-Chor beigetreten, aber ich konnte noch nicht mitsingen, die Proben für das nächste Konzert fangen erst in 2 Wochen an. Dürfte jedenfalls ganz nett werden.

Friday, May 12, 2006

What the...?

Glaubt nicht an das, was ihr bei den Olympischen Spielen seht oder auch kürzlich bei den Commonwealth Games in Melbourne (ich weiß gar nicht, ob man die in Europa überhaupt mitbekommen hat?):

Schwimmen geht hier in echt jedenfalls so:



Thursday, May 11, 2006

Herbst

Nach drei Monaten nahezu ununterbrochenen Sonnenscheins komme ich heute zum ersten Mal in den Genuss von so etwas wie einem annähernd "herkömmlichen" Herbsttag: Zwar regnet es nicht und es sind auch immer noch 20º, aber es gibt ein paar herbstlich gefärbte Bäume (abgesehen von den immergrünen gum trees) in rot und gelb, und einen wunderbar grauen und wolkenverhangenen Himmel.

Seit ein paar Tagen trage ich übrigens auch mal feste Schuhe.

Sunday, May 07, 2006

Bushrunning

Heute war ich sehr aktiv, nachdem ich gestern nur faul in der Sonne gelegen habe.
Bushrunning ist sozusagen die Steigerung von bushwalking, indem man nicht wandert, sondern läuft, aber eben durch den Busch (auf den walking tracks natürlich!). Ein bisschen anspruchsvoller als das unspannende auf-der-Straße-joggen ist das allemal: man muss nicht nur den Weg mit seinen ganzen Stolpersteinen im Auge behalten (Sydneys Untergrund besteht aus Sandstein, und das ergibt viele Stolpersteine an der Oberfläche), sondern auch Äste und Spinnenweben in Augenhöhe.
Der spaßigste Moment an der ganzen Sache war sicherlich der, als ich gerade dabei war, mir besagte Spinnenweben aus dem Gesicht zu wischen und mich im selben Moment plötzlich mit einer Horde mir entgegenkommender halsbrecherischer Mountainbiker konfrontiert sah, vor denen ich mich gerade so mit einem beherzten Sprung zur Seite in den Busch retten konnte... (Stellt euch einen Pfad vor, der ca. 1/2m breit ist und unmittelbar rechts und links davon Busch, denn so war es.)

Damit war der Tag noch lange nicht vorbei, denn ich war extra früh aufgestanden (um nicht in der Hitze laufen zu müssen - heute: schlappe 25°) und hatte eigentlich noch den ganzen Tag vor mir - warum also nicht mal wieder ein bisschen in der Stadt umherschlendern. Damit ist das immer so eine Sache - "ein bisschen" artet meistens ziemlich aus, da es so ziemlich überall nett ist und man dann einfach weiterläuft und in weitere nette Gegenden kommt, bis man sich darüber klar wird, dass man den ganzen langen Weg auch wieder zurückgehen muss.
Ich meinerseits habe heute sogar die Anzac Bridge erreicht, die ich doch so lange schon von Nahem sehen wollte - aber sie war mir bisher immer zu weit vom Zentrum weg! - und so bin ich dank dieses Abstechers insgesamt an die 10 Kilometer in der Stadt rumgelaufen. Plus die 10 Kilometer bushrunning von vorher.

Unterwegs habe ich dann zwei sehr interessante Entdeckungen gemacht. Zum einen eine fette wie schöne Raupe (Bilder sind im Fotoalbum), und einen wirklich interessanten Laden, so einen von der Art, den man nur findet, wenn man sich abseits der Touristenstraßen herumtreibt (was ich tat): einen Laden mit jeder Menge antiken Türen und Fenstern. Also keinen Antikladen, sondern ein Laden, der nichts anderes verkauft als Unmengen schöner, alter Türen und Fenster. Meistens mit Glasmosaik. Na gut, und ein paar sehr alte Schulbänke und zwei oder drei Kommoden.

Und dann... mann, war ich froh, endlich wieder im Zug nach Hause sitzen zu können!

Friday, May 05, 2006

"...im Süden ist sie nie zu sehn"

Ihr kennt doch alle das Gerücht, dass sich Wasserstrudel auf der Südhalbkugel angeblich andersrum drehen? Nicht dass ich spontan wüsste, welche Richtung es überhaupt auf der Nordhalbkugel ist, aber dank der Corioliskraft ist es egal, wo auf der Erde man sich befindet, die Richtung ist die gleiche.

So weit alles in Ordnung.
Dann dies: Als ich vor ein paar Monaten dabei war, mir Vorstellungen über Australien zu machen, tauchte kurzfristig der Gedanke auf, ob denn die Sonne auf der Südhalbkugel auch im Osten aufgeht... Ja, albern, ich habe den Gedanken auch gleich wieder verworfen - und ja, die Sonne geht im Osten auf und im Westen unter, kann ich bestätigen.

Im Süden also alles wie im Norden? Gut, dann das:
Nur zur Erinnerung: "Im Osten geht die Sonne auf, im Süden nimmt sie ihren Lauf, im Westen will sie untergehn, im Norden ist sie nie zu sehn".
Gestern saß ich in unserem Uni-Park am See in der Sonne. So, wie ich saß, sah ich direkt nach Norden. Und ich guckte geradewegs in die Sonne.

Hmm. Danach wurde mir dann so einiges klar: mein Zimmer geht nach Nordosten. Ich sehe die Sonne morgens "rechts" aufgehen, im Osten. Dann wandert sie schön die ganze Zeit vor meinen Augen nach "links", um dort im Westen unterzugehen.
Hmm. Man sieht ja manchmal Dinge, ohne sie eigentlich wirklich wahrzunehmen. Also habe ich mir nie wirklich klargemacht, dass wenn die Sonne tagsüber die ganze Zeit von meinem Fenster aus zu sehen ist, sie dann im Norden steht. Und im Süden ist sie nie zu sehn...

Und irgendwie ist das eigentlich logisch, oder? Auf der Südhalbkugel.

Tuesday, May 02, 2006

Neues Wappen?!

Das hab ich doch auch schon die ganze Zeit hier rumliegen...

Die australische Regierung hat kürzlich ihr Staatswappen (Commonwealth Coat of Arms) neu entworfen!
Wie es bisher aussah, könnt ihr hier sehen (zusammen mit anderen nützlichen Informationen zu Australiens Nationalsymbolen).

Da jene Website noch nicht auf dem neuesten Stand ist, habe ich mir erlaubt, hier ganz exklusiv die neue Version zu präsentieren:


Wem noch nicht ganz klar ist, was das darstellen soll - hier eine Nachstellung der Szene...


Na gut, also das hat es tatsächlich damit auf sich: das "neue" Wappen findet sich auf Händetrocknern der Firma Roache (nicht Porsche!):


Sunday, April 30, 2006

Bushwalk No.3

Unser bushwalk gestern war eine Art Pseudo-Känguru-Safari. "Offiziell" waren die Kängurus wild, aber da ihr Revier in der Nähe des Euroka Clearing Campingplatzes ist (im Nationalpark Blue Mountains), sind sie an Menschen gewöhnt, und ergreifen nicht gerade die Flucht, wenn ein 20-köpfiger Trupp Bushwalker ankommt (gestern waren wir wirklich ungewöhnlich zahlreich), oder lassen sich sogar streicheln. "Wild" nenne ich das jedenfalls nicht mehr.
Viel schöner als die Bilder wären ja eigentlich die Vidoclips, die ich gemacht habe, aber im Moment ist es mir noch nicht möglich, die hochzuladen. Sonst könnten die Kängurus über den Bildschirm hüpfen...

Thursday, April 27, 2006

Inspector wer? Wie bitte?!

Langsam werden mir die Australier ein wenig unheimlich. Ich weiß es nun schon seit ein paar Wochen, aber ich kann es nicht länger für mich behalten...:

Sie stehen total auf... Kommissar Rex!!!
Kein Scherz. Heute ist es wieder so weit. 7.30pm auf SBS (ähnlich wie ARTE, also schon mal per se verdächtig). Inspector Rex. Und noch schlimmer als das: es sind die Uralt-Folgen von 1994ff.

Heute:

Dangerous Mission
Inspector Brandtner is smuggled into gaol posing as a criminal in order to convict a dangerous bomber. Brandtner and the criminal escape during a staged prison convoy. The location they choose as their hide-out turns out to be Brandtner's house. The criminal does not trust Brandtner and manages to slip away unnoticed. Will Rex track him down before the bomb is detonated? (From Austria, in German, with English subtitles) PG (Rpt) CC

Wow.

Tuesday, April 25, 2006

Früh übt sich

Dieser Junge ist Teil einer Studie des australischen Verkehrsministeriums, die untersucht, ob sich sehr frühe Fahrpraxis positiv auf das spätere Fahrverhalten auswirkt.


(Ihr könnt ruhig zugeben, dass ihr im ersten Moment dachtet, er säße wirklich am Steuer und nicht auf dem Beifahrersitz ;->)

Monday, April 24, 2006

Es gibt viel zu tun ...-

...für Euch!!
200 neue Bilder vom letzten Wochende angucken!

Tam und ich und ihr Besuch aus Deutschland (Verena und Jo) haben es tatsächlich fertiggebracht, einen Wagen zu mieten und mal ein bisschen in die Gegend zu fahren.

Der eindeutig spaßigere von beiden Tagen war Samstag, mit einer Tour Richtung Süden an die South Coast. Die Landschaft im Inland erinnert dort stellenweise ans Allgäu, aber nur auf den ersten Blick (wegen der Hügel), bis man dann die paar hin und wieder in der Landschaft stehenden Palmen sieht...

Das Hunter Valley nördlich von Sydney ist auch ganz nett, kommt einem landschaftlich ebenfalls vertraut vor, aber eben auch nicht völlig. Viel gehalten haben wir unterwegs nicht, sind einfach nur hingefahren, haben ein Mini-Weingut besucht und ansonsten ein bisschen herumgefahren und herumgesessen (Autowandern eben).

Den Rest erzählen die Bilder...

Saturday, April 22, 2006

Camping

Da ich Ostern über gearbeitet habe, habe ich als Ersatz einfach diese Woche ein paar Tage freigenommen. Donnerstag und Freitag waren wir (ich mit ein paar Leuten aus einem meiner Kurse) in Bonnie Vale im Royal National Park campen, was prima war, weil es genau an den beiden Tagen wieder so um die 27° hatte und Strand und bushwalk und "rock engravings" (kann man das mit "Felsgravuren" übersetzen?) von Aborigines, und einem wilden Känguru - und tatsächlich auch einem Schnabeligel!

Auf dem Rückweg habe ich unseren Mietwagen abgeholt, denn der "deutsche Teil" meiner WG samt 2 Freunden macht am Wochenende eine Spritztour an die South Coast, und vielleicht auch nach Norden ins Hunter Valley, das für seine Weine bekannt ist. Bin gespannt, wie's wird!

Wednesday, April 19, 2006

Manly Scenic Walk

War Ostermontag mit Verena und Jo (Freunde meiner Mitbewohnerin und Freundin Tam, die schon seit 2 Wochen hier sind) unterwegs, den Manly Scenic Walk wollte ich doch lange schon mal machen. Tam hatte leider was anderes zu tun, hatte die Wanderung aber schon mal gemacht und konnte uns empfehlen, den Weg in Richtung Westen zu gehen ("nur bergab"), und "klar, Flip-Flops sind in Ordnung".
Für die ersten beiden Kilometer traf das auch zu, schön bergab, schöner gepflasterter Weg (für die Touristen). Normale Touristen gehen aber nicht weiter zu Fuß, deswegen wurde der Weg dann ein klassischer bush track, wo man normalerweise feste Schuhe für anzieht. Und es ging nur-noch-berg-auf. Da fragten wir uns, wie weit Tam eigentlich den Weg gelaufen war...

Trotzdem war das natürlich super schön, wie immer (hab natürlich wieder mal ein paar Bilder), und ein bisschen Abenteuer war auch mit eingeplant, da wir uns ausrechnen konnten, dass die Sonne untergehen würde, noch während wir unterwegs waren. Sind nämlich ein bisschen spät losgekommen. Die letzte halbe Stunde sind wir dann tatsächlich im Dunkeln gegangen (da war es allerdings übrigens erst 18:00h), oder vielmehr gestolpert... Aber dank der modernen Technik haben wir uns dann mit Handys und "AF-Illuminator" meiner Kamera den Weg geleuchtet...

Danach schnell in die Stadt, was gegessen, und auf einen Cocktail in die Orbit Bar im 47. Stock des Hochhauses am Australia Square. Pfiffig: die hat einen 360° Panoramablick über die Stadt, indem sie sich langsam im Kreis dreht.

Prost!