Australien hat seit gestern Nacht 21 Millionen Einwohner.
Ich weiß nicht genau, wie die Statistiken des nationalen Statistikamts funktionieren, aber anscheinend wurde um 21:40h ein Baby namens Melissa geboren, das sich nun stolz 21-millionste Bürgerin nennen darf. Wie die das wohl so genau kalkuliert haben?
Aha, gerade mal nachgelesen: Das Ergebnis resultiert aus einer "komplizierten Berechnung verschiedener Faktoren, unter anderem Migrations-, Sterblichkeits- und Fruchbarkeitsraten". Ach so. Aber woher wissen die, dass es nun ausgerechnet Melissa war? Und warum werden in diesem Zusammenhang eigentlich immer nur Geburten berücksichtigt? Warum harrt kein Empfangskommittee am internationalen Flughafen aus, um den/die 21- Millionste/n in Empfang zu nehmen?
1921 hatte Australien noch mickrige 5 Millionen Einwohner (Sydney allein hat heute 4.1 Mio), 10 Millionen im Jahr 1959, 1982 waren es 15 Millionen und bereits 20 Millionen noch vor 3 Jahren. Hihi, habe ja selbstpersönlich letztes Jahr zum Bevölkerungswachstum beigetragen, als doch die letzte Volkszählung stattfand.
Hmm... Ohne mich wäre jetzt also ein ganz anderes Baby 21-millionste/r Bürger/in...
Gar nicht überraschenderweise, auch Australiens Bevölkerung ist am Altern: Basierend auf den Zahlen vom letzten Jahr ist der Durchschnittsaustralier heute 37 Jahre alt; vor 10 Jahren waren es noch 34 Jahre. Und 13.3% sind 65 Jahre oder älter. Zum Vergleich, in Deutschland sind es etwa 24%.
Auch interessant finde ich die unterschiedliche Bevölkerungsdichte: 231 Einwohner pro km² in Deutschland (das ist Rang 35 in der Welt) gegenüber 2.7 Einwohnern pro km² in Australien (Rang 191). Na, überraschen tut mich das nicht.
Ich habe gerade einige lächerliche "Leserbriefe" (eine online-Diskussion) überflogen, in denen verschiedene Leute sich darüber aufregen, die Überschreitung der 21-Millionen-Marke sei doch nun wirklich kein Grund zur Freude, das wäre ja noch jemand mehr, der zur Übernutzung der Ressourcen beitrage etc. (arme Melissa! Gerade erst ein paar Stunden alt...). Jaja, stimmt ja auch irgendwie, es herrscht ja hier Wasserknappheit und so weiter. Aber so ist es nun mal, und die Bevölkerung wächst ja nicht nur in Australien.
Saturday, June 30, 2007
Friday, June 29, 2007
Adé Winter, willkommen zurück Sommer !!!
Juhuu!
Der Winter scheint ein Ende zu haben - ein ganzer Monat elenden Frierens ist überlebt und vorbei! (Jaja, zum Glück ist der Winter so kurz!)
Elenden Frierens, naja, so viel mal halt friert bei durchschnittlichen 13° draußen tagsüber. Also ICH habe gefroren! Hätte mir sogar fast eine Heizdecke zugelegt, aber dank Doppel-Decke von Ikea es gerade so ohne ausgehalten. Kein Witz, an manchen Abenden konnte ich beim Zubettgehen meinen Atem sehen, und es war zu kalt zum Lesen im Bett, weil die Arme sofort abfroren.
Heute ist der erste Tag ohne Regen und deshalb hat's angenehme 17° zum die-Jacke-vom-Leib-reißen.
Ja, ich weiß, ich war ein wenig wetterfixiert, aber dieser Winter war irgendwie wirklich unangenehmn, so schlimm dass ich mir sogar zum 1. Mal in meinem Erwachsenenleben Stiefel gekauft habe, weil meine Füße immer so kalt waren. So ist das eben, wer die meiste Zeit des Jahres mit 20-30° verwöhnt wird, wird eben zum Weichei.
Aber auch diesen Winter gab es wieder den Australien-Winter-Klassiker, eine Art modische Spezialität, bei der es mir immer wieder die Sprache verschlägt und mir der Mund offen stehen bleibt. Nein, Ugg-Boots mit Minirock ist längst nicht so schlimm, trägt man hier auch nicht, das war mehr eine europäische Erscheinung glaube ich. Viel schlimmer: Wintermantel, Schal, Mütze vielleicht, und Flip-Flops.
Kein weiterer Kommentar.
Mehr Unwetter
Aber auch wenn sich hier alles nun zum Besseren zu wenden scheint, vor allem nach den ganzen Stürmen und Überflutungen vor 3 Wochen (der Kohlefrachter, der vor Newcastle auf Grund gelaufen war, ist immer noch nicht wieder frei) - jetzt wird auch noch Victoria (im Südosten, Hauptstadt Melbourne) von mindestens gleich schweren Unwettern heimgesucht. Wo noch vor 2 Monaten Rekord-Dürre herrschte.
Die Dämme sind jetzt zwar überall wieder so voll wie schon lange nicht mehr, können aber nicht für Trinkwasser genutzt werden, weil sie jetzt mit irgendwas verseucht sind, das durch die ganzen Regenfälle in die Flüsse gewaschen wurde.
Schon alles ziemlich verrückt.
Weltkulturerbe
Aber es gibt ja auch Erfreulicheres zu berichten:
Das Sydney Opera House wurde gestern zum Weltkulturerbe ernannt!

Es war bereits die zweite Nominierung, die erste im Jahr 1981 war gescheitert, weil das Opernhaus damals (gerade mal 8 Jahre alt) als zu 'jung' befunden wurde um international als kulturell bedeutend zu gelten. Na, jetzt hat's es ja geschafft.
Deutsch üben!
Ich hab's auch geschafft, ich habe nämlich nach Monaten des Suchens und Bewerbungen Schreibens endlich einen Job gefunden, der mir wenigstens für ein paar Wochen mein zum-Überleben-gerade-so-ausreichendes Stipendium ein bisschen aufbessern wird. Ist zwar nur relativ dumme Arbeit (aber nicht so dumm wie putzen oder bei Subway Sandwiches belegen), aber einigermaßen unterhaltsam: ich transkribiere jetzt Audiodateien (d.h. höre sie und wandle sie in Text um...) für eine Firma namens Appen nur 3 Zugstationen von hier (ein entscheidender Vorteil bei diesem Job: ich laufe nur 30 Meter zu meinem Bahnhof, der Zug braucht 9 Minuten und dann laufe ich 50 Meter zu Appen. Was für ein Luxus im Vergleich zu den 15 Minuten Fußmarsch zur Bushaltestelle plus 30 Minuten Busfahrt zur Uni! Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die neue Bahnline zur Uni, an der derzeit eifrig gebaut wird, aufmacht während ich noch hier bin.)
So, und dann ist die Arbeit d.h. die Daten auf Deutsch, und ich habe in den letzten 2 Wochen die ich das schon mache mehr Deutsch gesprochen als in den gesamten 1 1/2 Jahren, die ich jetzt (fast) hier bin. Halbwegs interessant ist die ganze Sache dann auch, da wir aufgenommene Telefongespräche transkribieren (die wussten, dass sie aufgenommen wurden und haben sogar Geld bekommen, also alles ganz legal...), und manche Leute die interessantesten Dinge erzählen, oder auch Dinge, die ich eigentlich nicht so gerne wissen möchte (z.B. dass Oppa jetzt also doch Prostatakrebs hat, oder Mensch, was Ilse so alles erlebt hat auf ihrer Schwarzwald-Reise).
Der einzige Nachteil ist, dass es mir 2 1/2 Tage von meiner regulären Arbeitszeit wegnimmt (die meines "unbezahlten Vollzeit-Jobs", wie ich mein Doktorandendasein seit einiger Zeit zu nennen pflege), so dass ich nun die Abende sowie die Wochenenden fürs "Studieren" opfern muss, um die Zeit wieder reinzukriegen.
Konferenz-Reinfall
Dann gab es noch so etwas wie einen Präzedenzfall an meiner Uni, als vor gut einer Woche die Australian Speech and Language Conference in Cairns, auf der ich im Juli eigentlich meine Arbeit präsentieren sollte, abgesagt wurde - aus Mangel an Interesse!
Ich habe rein zufällig davon erfahren, als ich nachfragte, wann ich denn Bescheid bekommen würde, ob mein abstract angenommen wurde oder nicht, da ich im ersten Fall heute den Reisekostenzuschuss hätte beantragen müssen. Schrieb der Typ zurück, oh, da war ich wohl nicht im Email-Verteiler, tja naja, die Konferenz findet nicht statt. Sehr lässig. Wie gut dass ich zufällig nachfragte. Die website existiert nämlich immer noch, und kein Wort von der Absage.
Das Blöde daran ist, dass das eine gute Konferenz zum Üben gewesen wäre, national und "intim", und angeblich immer "fun". Tja, dieses Jahr war sie wohl zu "intim", mit offensichtlich nur einer Handvoll Interessenten. Man fragt sich, warum die Organisatoren uns nicht wenigstens eine Art Diskussionsrunde im kleinen Kreis angeboten haben - wo doch immerhin jeder garantiert bereits Flug und Unterkunft etc. organisiert hatte.
Ich jedenfalls hatte. Das war dann auch so eine Sache... Eigentlich muss ich so etwas immer aus eigener Tasche vorstrecken (und kann dann eben hinterher die Übernahme der Reisekosten beantragen). Da ich ja gar nicht erst Geld hatte, hat mir Linda (mein supervisor, oder Doktormutter, wenn ihr so wollt) den Flug aus dem Budget eines ihrer Projekte geliehen. So, dann gehe ich zum Uni-Reisebüro und erfahre, dass das Flugticket nicht zurückerstattet werden kann. Wo gibts denn so was!
Jetzt ist es nicht so, dass ich mir einfach trotzdem ein schönes langes Wochenende in den Subtropen machen kann - zumindest nicht, wenn ich erwarte, dass es von der Uni bezahlt wird. Fieberhaft warte ich jetzt darauf, dass der Veranstaltungsort der Australasian Experimental Psychology Conference bekannt gegeben wird (um Ostern rum nächstes Jahr), damit ich den Flug umbuchen kann. Das geht wenigstens, auch wenn's $50 kostet. Aber besser als $420 in den Sand zu setzen!
Der Winter scheint ein Ende zu haben - ein ganzer Monat elenden Frierens ist überlebt und vorbei! (Jaja, zum Glück ist der Winter so kurz!)
Elenden Frierens, naja, so viel mal halt friert bei durchschnittlichen 13° draußen tagsüber. Also ICH habe gefroren! Hätte mir sogar fast eine Heizdecke zugelegt, aber dank Doppel-Decke von Ikea es gerade so ohne ausgehalten. Kein Witz, an manchen Abenden konnte ich beim Zubettgehen meinen Atem sehen, und es war zu kalt zum Lesen im Bett, weil die Arme sofort abfroren.
Heute ist der erste Tag ohne Regen und deshalb hat's angenehme 17° zum die-Jacke-vom-Leib-reißen.
Ja, ich weiß, ich war ein wenig wetterfixiert, aber dieser Winter war irgendwie wirklich unangenehmn, so schlimm dass ich mir sogar zum 1. Mal in meinem Erwachsenenleben Stiefel gekauft habe, weil meine Füße immer so kalt waren. So ist das eben, wer die meiste Zeit des Jahres mit 20-30° verwöhnt wird, wird eben zum Weichei.
Aber auch diesen Winter gab es wieder den Australien-Winter-Klassiker, eine Art modische Spezialität, bei der es mir immer wieder die Sprache verschlägt und mir der Mund offen stehen bleibt. Nein, Ugg-Boots mit Minirock ist längst nicht so schlimm, trägt man hier auch nicht, das war mehr eine europäische Erscheinung glaube ich. Viel schlimmer: Wintermantel, Schal, Mütze vielleicht, und Flip-Flops.
Kein weiterer Kommentar.
Mehr Unwetter
Aber auch wenn sich hier alles nun zum Besseren zu wenden scheint, vor allem nach den ganzen Stürmen und Überflutungen vor 3 Wochen (der Kohlefrachter, der vor Newcastle auf Grund gelaufen war, ist immer noch nicht wieder frei) - jetzt wird auch noch Victoria (im Südosten, Hauptstadt Melbourne) von mindestens gleich schweren Unwettern heimgesucht. Wo noch vor 2 Monaten Rekord-Dürre herrschte.
Die Dämme sind jetzt zwar überall wieder so voll wie schon lange nicht mehr, können aber nicht für Trinkwasser genutzt werden, weil sie jetzt mit irgendwas verseucht sind, das durch die ganzen Regenfälle in die Flüsse gewaschen wurde.
Schon alles ziemlich verrückt.
Weltkulturerbe
Aber es gibt ja auch Erfreulicheres zu berichten:
Das Sydney Opera House wurde gestern zum Weltkulturerbe ernannt!

Es war bereits die zweite Nominierung, die erste im Jahr 1981 war gescheitert, weil das Opernhaus damals (gerade mal 8 Jahre alt) als zu 'jung' befunden wurde um international als kulturell bedeutend zu gelten. Na, jetzt hat's es ja geschafft.
Deutsch üben!
Ich hab's auch geschafft, ich habe nämlich nach Monaten des Suchens und Bewerbungen Schreibens endlich einen Job gefunden, der mir wenigstens für ein paar Wochen mein zum-Überleben-gerade-so-ausreichendes Stipendium ein bisschen aufbessern wird. Ist zwar nur relativ dumme Arbeit (aber nicht so dumm wie putzen oder bei Subway Sandwiches belegen), aber einigermaßen unterhaltsam: ich transkribiere jetzt Audiodateien (d.h. höre sie und wandle sie in Text um...) für eine Firma namens Appen nur 3 Zugstationen von hier (ein entscheidender Vorteil bei diesem Job: ich laufe nur 30 Meter zu meinem Bahnhof, der Zug braucht 9 Minuten und dann laufe ich 50 Meter zu Appen. Was für ein Luxus im Vergleich zu den 15 Minuten Fußmarsch zur Bushaltestelle plus 30 Minuten Busfahrt zur Uni! Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die neue Bahnline zur Uni, an der derzeit eifrig gebaut wird, aufmacht während ich noch hier bin.)
So, und dann ist die Arbeit d.h. die Daten auf Deutsch, und ich habe in den letzten 2 Wochen die ich das schon mache mehr Deutsch gesprochen als in den gesamten 1 1/2 Jahren, die ich jetzt (fast) hier bin. Halbwegs interessant ist die ganze Sache dann auch, da wir aufgenommene Telefongespräche transkribieren (die wussten, dass sie aufgenommen wurden und haben sogar Geld bekommen, also alles ganz legal...), und manche Leute die interessantesten Dinge erzählen, oder auch Dinge, die ich eigentlich nicht so gerne wissen möchte (z.B. dass Oppa jetzt also doch Prostatakrebs hat, oder Mensch, was Ilse so alles erlebt hat auf ihrer Schwarzwald-Reise).
Der einzige Nachteil ist, dass es mir 2 1/2 Tage von meiner regulären Arbeitszeit wegnimmt (die meines "unbezahlten Vollzeit-Jobs", wie ich mein Doktorandendasein seit einiger Zeit zu nennen pflege), so dass ich nun die Abende sowie die Wochenenden fürs "Studieren" opfern muss, um die Zeit wieder reinzukriegen.
Konferenz-Reinfall
Dann gab es noch so etwas wie einen Präzedenzfall an meiner Uni, als vor gut einer Woche die Australian Speech and Language Conference in Cairns, auf der ich im Juli eigentlich meine Arbeit präsentieren sollte, abgesagt wurde - aus Mangel an Interesse!
Ich habe rein zufällig davon erfahren, als ich nachfragte, wann ich denn Bescheid bekommen würde, ob mein abstract angenommen wurde oder nicht, da ich im ersten Fall heute den Reisekostenzuschuss hätte beantragen müssen. Schrieb der Typ zurück, oh, da war ich wohl nicht im Email-Verteiler, tja naja, die Konferenz findet nicht statt. Sehr lässig. Wie gut dass ich zufällig nachfragte. Die website existiert nämlich immer noch, und kein Wort von der Absage.
Das Blöde daran ist, dass das eine gute Konferenz zum Üben gewesen wäre, national und "intim", und angeblich immer "fun". Tja, dieses Jahr war sie wohl zu "intim", mit offensichtlich nur einer Handvoll Interessenten. Man fragt sich, warum die Organisatoren uns nicht wenigstens eine Art Diskussionsrunde im kleinen Kreis angeboten haben - wo doch immerhin jeder garantiert bereits Flug und Unterkunft etc. organisiert hatte.
Ich jedenfalls hatte. Das war dann auch so eine Sache... Eigentlich muss ich so etwas immer aus eigener Tasche vorstrecken (und kann dann eben hinterher die Übernahme der Reisekosten beantragen). Da ich ja gar nicht erst Geld hatte, hat mir Linda (mein supervisor, oder Doktormutter, wenn ihr so wollt) den Flug aus dem Budget eines ihrer Projekte geliehen. So, dann gehe ich zum Uni-Reisebüro und erfahre, dass das Flugticket nicht zurückerstattet werden kann. Wo gibts denn so was!
Jetzt ist es nicht so, dass ich mir einfach trotzdem ein schönes langes Wochenende in den Subtropen machen kann - zumindest nicht, wenn ich erwarte, dass es von der Uni bezahlt wird. Fieberhaft warte ich jetzt darauf, dass der Veranstaltungsort der Australasian Experimental Psychology Conference bekannt gegeben wird (um Ostern rum nächstes Jahr), damit ich den Flug umbuchen kann. Das geht wenigstens, auch wenn's $50 kostet. Aber besser als $420 in den Sand zu setzen!
Sunday, June 17, 2007
...Heute
Gestern...
War gestern Nachmittag/Abend mal wieder für keinen besonderen Anlass in der Stadt...
Jetzt wo die meisten Touristen weg sind, ist es auch wieder einigermaßen erträglich ;)
Na doch, einen kleinen Hintergedanken abgesehen von Kaffee trinken hatte ich schon.
Aus irgendeinem Grunde hatte ich gedacht, in der Oper hätte es eine Premiere gegeben, und dann ist das Opernhaus manchmal "zur Feier des Tages" in farbiges Licht getaucht. Oder auch bei anderen Anlässen, wie z.B. beim internationalen Brustkrebstag in rosa.
Da ich das Rosa verpasst hatte, wollte ich diesmal mit Kamera zur Stelle sein. Dann war aber doch nichts Besonderes. Oder vielleicht etwas Besonderes ohne besondere Beleuchtung. Oder falsche Woche.
Ganz aus Versehen habe ich dann aber doch noch ein interessantes Lichtspiel gezaubert:


Jetzt wo die meisten Touristen weg sind, ist es auch wieder einigermaßen erträglich ;)
Na doch, einen kleinen Hintergedanken abgesehen von Kaffee trinken hatte ich schon.
Aus irgendeinem Grunde hatte ich gedacht, in der Oper hätte es eine Premiere gegeben, und dann ist das Opernhaus manchmal "zur Feier des Tages" in farbiges Licht getaucht. Oder auch bei anderen Anlässen, wie z.B. beim internationalen Brustkrebstag in rosa.
Da ich das Rosa verpasst hatte, wollte ich diesmal mit Kamera zur Stelle sein. Dann war aber doch nichts Besonderes. Oder vielleicht etwas Besonderes ohne besondere Beleuchtung. Oder falsche Woche.
Ganz aus Versehen habe ich dann aber doch noch ein interessantes Lichtspiel gezaubert:


Wednesday, June 13, 2007
Regen, Regen, Regen...
Da hatten wir letzten Montag Feiertag (Queen's Birthday) und somit ein wunderbares langes Wochenende - das komplett ins Wasser gefallen ist.
Josh und ich hatten vorgehabt, ein bisschen in den Barrington Tops zu wandern, etwa 5 Stunden Fahrt nordwestlich von Sydney. Ein bisschen gemault, weil der Wetterbericht beharrlich all dieses blöden Wolken mit Regen zeigte. Bis sich dann Freitag Morgen herausstellte, dass das nicht nur ein bisschen Dauerregen sein würde, sondern ernsthafte Unwetter mit Überflutungen usw. So dass wir das Ganze letztendlich abgeblasen haben.
Was gut war - wir wären entweder gar nicht erst hingekommen, oder der Rückweg wäre abgeschnitten gewesen; und überhaupt, Spaß gemacht hätte es so oder so nicht. Noch jetzt, Tage danach, sind in der Gegend Häuser überflutet, sogar Teile von Newcastle waren tagelang ohne Strom, und die Kosten des Ganzen berechnen sich momentan auf etwa 1 Milliarde Dollar.
Aber hier in Sydney ist soweit alles in Ordnung. Das heißt, wenn man mal von der KÄLTE absieht. Es ist jetzt eben Winter. Glücklicherweise ist es hier im Winter ja so, dass es nachts kalt ist und tagsüber trotzdem ohne-Mantel-warm-genug, aber... 7°C morgens zum Joggen sind doch ganz schön kalt!
Josh und ich hatten vorgehabt, ein bisschen in den Barrington Tops zu wandern, etwa 5 Stunden Fahrt nordwestlich von Sydney. Ein bisschen gemault, weil der Wetterbericht beharrlich all dieses blöden Wolken mit Regen zeigte. Bis sich dann Freitag Morgen herausstellte, dass das nicht nur ein bisschen Dauerregen sein würde, sondern ernsthafte Unwetter mit Überflutungen usw. So dass wir das Ganze letztendlich abgeblasen haben.
Was gut war - wir wären entweder gar nicht erst hingekommen, oder der Rückweg wäre abgeschnitten gewesen; und überhaupt, Spaß gemacht hätte es so oder so nicht. Noch jetzt, Tage danach, sind in der Gegend Häuser überflutet, sogar Teile von Newcastle waren tagelang ohne Strom, und die Kosten des Ganzen berechnen sich momentan auf etwa 1 Milliarde Dollar.
Aber hier in Sydney ist soweit alles in Ordnung. Das heißt, wenn man mal von der KÄLTE absieht. Es ist jetzt eben Winter. Glücklicherweise ist es hier im Winter ja so, dass es nachts kalt ist und tagsüber trotzdem ohne-Mantel-warm-genug, aber... 7°C morgens zum Joggen sind doch ganz schön kalt!
Thursday, June 07, 2007
Ohgottogott!
So, na bravo, heißt das jetzt, ich bin mal wieder zu beschäftigt?!
Ich erinnere mich noch dunkel an letzte Woche und dass da irgendwann unser Konzert stattgefunden hat. Letzte Woche? Was für ein Tag ist heute überhaupt?
Anstatt einen ruhigen Samstag zu verbringen und mal ein bisschen zu entspannen vor dem Konzert - vor allem nach den erwähnten drei langen und späten Proben in jener Woche - musste ich: einkaufen, Blätterteigteilchen backen und mich fertigmachen.
Wie, ich hatte doch bis um halb 6 Zeit?! Tja aber wenn nach Hause kommt vom Einkaufen mit allen Zutaten und dann feststellt bzw. wieder erinnert, dass man ja gar keine Backbleche im Haus hat...
Stöhn. Also muss die Auflaufform herhalten, das Ganze 4x, und eine riesen Sauerei war das dann auch noch. Nach dem Abkühlen halbwegs das Verbrannte abgeschabt...
Und das alles nur für das Publikum (jeder musste eine Kleinigkeit für dessen Verköstigung während der Pause mitbringen).
In aller Eile bügeln, dann feststellen, dass tatsächlich beide "guten" Hosen nicht mehr optimal passen (sie sind jetzt ausnahmsweise mal zu groß!!), aber egal, in der 3. Reihe im Chor sieht das eh keiner. Schnell schnell, dann bleibt vielleicht noch ne Stunde zum Nichtstun.
Leider nicht.
Das Konzert war insgesamt ein Erfolg, das Publikum diesmal nur um die 400 Leute (Platz wäre für 700 gewesen), aber das lag vielleicht auch daran, dass das Sydney Opera House im Februar/März bereits etliche Brahms-Aufführungen hatte und die Leute das Requiem also möglicherweise bereits dort gesehen bzw. gehört hatten.
Die 400 Leute waren jedenfalls sehr erfreut, und wir wissen ebenfalls, dass wir gute Arbeit geleistet haben.
Die Erkältung habe ich auch rechtzeitig abwehren können, indem ich die zwei Tage vorher Salbeitee gegurgelt und viel im Bett gelegen habe um dann schließlich gottseidank den Samstag ohne Halsschmerzen und ohne verstopfte oder laufende Nase singen zu können.
Ich erinnere mich noch dunkel an letzte Woche und dass da irgendwann unser Konzert stattgefunden hat. Letzte Woche? Was für ein Tag ist heute überhaupt?
Anstatt einen ruhigen Samstag zu verbringen und mal ein bisschen zu entspannen vor dem Konzert - vor allem nach den erwähnten drei langen und späten Proben in jener Woche - musste ich: einkaufen, Blätterteigteilchen backen und mich fertigmachen.
Wie, ich hatte doch bis um halb 6 Zeit?! Tja aber wenn nach Hause kommt vom Einkaufen mit allen Zutaten und dann feststellt bzw. wieder erinnert, dass man ja gar keine Backbleche im Haus hat...
Stöhn. Also muss die Auflaufform herhalten, das Ganze 4x, und eine riesen Sauerei war das dann auch noch. Nach dem Abkühlen halbwegs das Verbrannte abgeschabt...
Und das alles nur für das Publikum (jeder musste eine Kleinigkeit für dessen Verköstigung während der Pause mitbringen).
In aller Eile bügeln, dann feststellen, dass tatsächlich beide "guten" Hosen nicht mehr optimal passen (sie sind jetzt ausnahmsweise mal zu groß!!), aber egal, in der 3. Reihe im Chor sieht das eh keiner. Schnell schnell, dann bleibt vielleicht noch ne Stunde zum Nichtstun.
Leider nicht.
Das Konzert war insgesamt ein Erfolg, das Publikum diesmal nur um die 400 Leute (Platz wäre für 700 gewesen), aber das lag vielleicht auch daran, dass das Sydney Opera House im Februar/März bereits etliche Brahms-Aufführungen hatte und die Leute das Requiem also möglicherweise bereits dort gesehen bzw. gehört hatten.
Die 400 Leute waren jedenfalls sehr erfreut, und wir wissen ebenfalls, dass wir gute Arbeit geleistet haben.
Die Erkältung habe ich auch rechtzeitig abwehren können, indem ich die zwei Tage vorher Salbeitee gegurgelt und viel im Bett gelegen habe um dann schließlich gottseidank den Samstag ohne Halsschmerzen und ohne verstopfte oder laufende Nase singen zu können.
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