Ja, bin noch da. Es ist hier im Moment etwas schwierig, sich auf etwas anderes zu konzentrieren als Fußball... Nach dem Spiel gestern (bei uns Freitag morgen um 5) sind alle noch ein wenig mehr ausgeflippt, was nicht gerade verwunderlich ist.
Ich muss ja zugeben, dass ich ein großer Fan der Socceroos bin und von Anfang an daran geglaubt habe, dass sie nicht wieder gleich in der Vorrunde ausscheiden... Mal sehen, wie weit sie es diesmal schaffen. Ihr habt vielleicht mitbekommen, dass es Australiens 2. WM-Teilnahme überhaupt ist, und die erste schon 30 Jahre zurückliegt (und eben nur die Vorrunde überdauerte)...
Melde mich wieder, wenn es was Interessantes zu berichten gibt. In letzter Zeit habe ich meine freie Zeit wirklich viel mit Nichtstun verbracht, was irgendwie mal ganz angenehm war...
Ich denke an Euch alle! Hoffe, es geht euch gut.
Saturday, June 24, 2006
Monday, June 12, 2006
So nicht, Mr. Howard!
Es ist zum Haare raufen. Da wird in manchen Ländern der Welt endlich eingesehen, dass Atomkraft vielleicht doch nicht die Lösung aller Energieprobleme ist (was macht eigentlich der Atomausstieg in Deutschland, jetzt wo Angie an der Macht ist? Bin nicht auf dem Laufenden).
Und was macht die konservative Regierung unter Prime Minister John Howard?! Ist am überlegen, ob es für Australien in Zukunft nicht sinvoll wäre, auf Kernenergie umzusteigen!
Sicher, die momentane Energiegewinnung aus Kohle kann auf Dauer keine Lösung sein.
Aber dann... Nach einigen Tagen Empörtseins über Howards Erwägungen kam mir ein Gedanke, der mich noch mehr empört: Wie war das doch gleich, Australien ist ein Land mit über 300 Sonnentagen im Jahr? Wie wär's dann mit Solarenergie? Und Platz genug dafür gäbe es ja wohl auch?!
...
Und ich hab natürlich recht: Laut der Australian Greens könnte mit Solartechnologie der Energiebedarf ganz Australiens gedeckt werden.
Leider habe ich das Gefühl, dass ein großer Teil der Bevölkerung Kernenergie befürwortet. Die idiotischste Stellungnahme dazu habe ich in einem Leserbrief gesehen: "Nuclear power: Why do we need it? Because years of neglect by government of alternative energy research, such as solar and geothermal, have left us with no alternative".
Ähm... Und wie wäre es, wenn man einfach guckt, was in anderen Ländern geschieht? Solartechnologie steckt doch nun wirklich nicht mehr in den Kinderschuhen, und neu erfunden werden muss sie schon gar nicht.
Ich habe das Gefühl, man ist hier plötzlich auf die Idee gekommen, dass fossile Brennstoffe nicht gut sind, und jetzt ist es das einzige Ziel, sie durch irgendetwas anderes zu ersetzen. Warum alle gerade von Kernenergie so angetan sind, ist mir ein Rätsel. Vielleicht ist es noch nicht bis nach Australien durchgedrungen, dass es so etwas wie ein Endlagerungsproblem gibt.
So ist das Hauptargument gegen die Kernkraft auch nicht deren Spätfolgen, sondern die Gefahr, dass Atomkraftwerke Ziel von Terroranschlägen werden könnten. Na gut, also wenn man dem ganzen Terrordilemma der heutigen Zeit etwas Positives abgewinnen wollte, dann vielleicht das, dass es dazu beitragen könnte, Australien energiemäßig "sauber" zu halten. (Fieser Gedanke, gebe ich zu! Aber wahr.)
Und was macht die konservative Regierung unter Prime Minister John Howard?! Ist am überlegen, ob es für Australien in Zukunft nicht sinvoll wäre, auf Kernenergie umzusteigen!
Sicher, die momentane Energiegewinnung aus Kohle kann auf Dauer keine Lösung sein.
Aber dann... Nach einigen Tagen Empörtseins über Howards Erwägungen kam mir ein Gedanke, der mich noch mehr empört: Wie war das doch gleich, Australien ist ein Land mit über 300 Sonnentagen im Jahr? Wie wär's dann mit Solarenergie? Und Platz genug dafür gäbe es ja wohl auch?!
...
Und ich hab natürlich recht: Laut der Australian Greens könnte mit Solartechnologie der Energiebedarf ganz Australiens gedeckt werden.
Leider habe ich das Gefühl, dass ein großer Teil der Bevölkerung Kernenergie befürwortet. Die idiotischste Stellungnahme dazu habe ich in einem Leserbrief gesehen: "Nuclear power: Why do we need it? Because years of neglect by government of alternative energy research, such as solar and geothermal, have left us with no alternative".
Ähm... Und wie wäre es, wenn man einfach guckt, was in anderen Ländern geschieht? Solartechnologie steckt doch nun wirklich nicht mehr in den Kinderschuhen, und neu erfunden werden muss sie schon gar nicht.
Ich habe das Gefühl, man ist hier plötzlich auf die Idee gekommen, dass fossile Brennstoffe nicht gut sind, und jetzt ist es das einzige Ziel, sie durch irgendetwas anderes zu ersetzen. Warum alle gerade von Kernenergie so angetan sind, ist mir ein Rätsel. Vielleicht ist es noch nicht bis nach Australien durchgedrungen, dass es so etwas wie ein Endlagerungsproblem gibt.
So ist das Hauptargument gegen die Kernkraft auch nicht deren Spätfolgen, sondern die Gefahr, dass Atomkraftwerke Ziel von Terroranschlägen werden könnten. Na gut, also wenn man dem ganzen Terrordilemma der heutigen Zeit etwas Positives abgewinnen wollte, dann vielleicht das, dass es dazu beitragen könnte, Australien energiemäßig "sauber" zu halten. (Fieser Gedanke, gebe ich zu! Aber wahr.)
Sunday, June 04, 2006
Bavarian Breakfast
Ich gebe zu: nach 4 Monaten "interkulturellem" Essen habe ich zur Zeit wieder das Bedürfnis nach "Bodenständigerem".
Nicht nur, dass mir dieses Schlabberbrot buchstäblich zum Hals raushängt - es gibt glücklicherweise in der Stadt eine deutsche Bäckerei, die nicht nur alles mögliche Brot anbietet (richtiges Brot aus Sauerteig), sondern auch die köstlichsten Brötchen (stinknormale Mehrkorn, aber wow, das ist so aufregend nach all den Monaten der Entbehrung!) und sogar Teilchen...
Zur Feier des Tages haben Tam und ich heute in der Stadt gefrühstückt. Natürlich nicht nur irgendwo und irgendwas: "Bayerisches Frühstück" im Löwenbräu Keller!
Es war mir gar nicht bewusst, wie sehr ich deutsches Essen vermisse (geschweige denn, dass ich "deutsches Essen" irgendwie hätte definieren können), aber als dann unser Leberkäse und die Spiegeleier kamen und Brezeln hinterher - wir sind schier ausgeflippt!
Zuvor mussten wir uns allerdings erst mal nach guter deutscher Sitte - sprich umständlich und pingelig und nie zufrieden - niederlassen: erst draußen, da war es dann aber doch ein bisschen kühl (die Heizstrahler waren nicht an); dann drinnen, bzw. in einer Art verglasten Veranda, da war es viel zu heiß (die Heizstrahler waren an - kein Kommentar zur Logik); dann höflich gefragt, ob es nicht möglich wäre, draußen einen Heizstrahler anzumachen. Kein Problem. Also wieder raus. Dann noch ein paarmal die Plätze am Tisch gewechselt... bis alles perfekt war.
Ich brauche nicht extra erwähnen, dass das Personal in Lederhosen bzw. etwas Dirndlartigem bedient?!
Nächstes Mal werde ich Käsespätzle essen oder noch besser Nürnberger mit Sauerkraut, oder vielleicht auch beides, und hinterher Schwarzwälder Kirschtorte!
Nicht nur, dass mir dieses Schlabberbrot buchstäblich zum Hals raushängt - es gibt glücklicherweise in der Stadt eine deutsche Bäckerei, die nicht nur alles mögliche Brot anbietet (richtiges Brot aus Sauerteig), sondern auch die köstlichsten Brötchen (stinknormale Mehrkorn, aber wow, das ist so aufregend nach all den Monaten der Entbehrung!) und sogar Teilchen...
Zur Feier des Tages haben Tam und ich heute in der Stadt gefrühstückt. Natürlich nicht nur irgendwo und irgendwas: "Bayerisches Frühstück" im Löwenbräu Keller!
Es war mir gar nicht bewusst, wie sehr ich deutsches Essen vermisse (geschweige denn, dass ich "deutsches Essen" irgendwie hätte definieren können), aber als dann unser Leberkäse und die Spiegeleier kamen und Brezeln hinterher - wir sind schier ausgeflippt!
Zuvor mussten wir uns allerdings erst mal nach guter deutscher Sitte - sprich umständlich und pingelig und nie zufrieden - niederlassen: erst draußen, da war es dann aber doch ein bisschen kühl (die Heizstrahler waren nicht an); dann drinnen, bzw. in einer Art verglasten Veranda, da war es viel zu heiß (die Heizstrahler waren an - kein Kommentar zur Logik); dann höflich gefragt, ob es nicht möglich wäre, draußen einen Heizstrahler anzumachen. Kein Problem. Also wieder raus. Dann noch ein paarmal die Plätze am Tisch gewechselt... bis alles perfekt war.
Ich brauche nicht extra erwähnen, dass das Personal in Lederhosen bzw. etwas Dirndlartigem bedient?!
Nächstes Mal werde ich Käsespätzle essen oder noch besser Nürnberger mit Sauerkraut, oder vielleicht auch beides, und hinterher Schwarzwälder Kirschtorte!
Saturday, June 03, 2006
Meine Lieblingskiwi
Doch, ist mein Ernst: diesen Eintrag widme ich der Kiwi...

Ich war nämlich äußerst entzückt, meine Lieblinskiwi - die goldene Version - seit vorgestern im Sortiment des Obst- und Gemüsemarkts meines Vertrauens vorzufinden.
Und es sind haargenau die gleichen, die man in Deutschland kriegt, was natürlich nicht verwunderlich ist, warum sollte Neuseeland nicht auch nach Australien exportieren... Aber das Unglaubliche: sie sind hier teurer!!!
Und wo ich schon mal dabei bin, hier wieder ein bisschen Kultur:
Die Kiwi stammt ursprünglich aus China und kam 1906 nach Neuseeland - unter dem Namen "Chinese gooseberry" (Chinesische Stachelbeere), wohl des Aussehens wegen. Neuseeländer haben sie später nach ihrem Nationalvogel benannt. Auch dies wohl des Aussehens wegen: beide - der Kiwi und die (grüne) Kiwi haben ein braunes, "wuscheliges" Äußeres...
Nein, es war natürlich vorwiegend eine Marketingstrategie (und die Entscheidung gegen einen Namen mit "China" darin hatte gleichzeitig irgendwas mit dem Kalten Krieg und Chinas Mitwirken darin zu tun und der negativen Konnotation bei einer Vermarktung im Westen), aber eigentlich hatten die Neuseeländer die Kiwi "Kiwifruit" genannt und sind eigentlich nicht sehr erfreut darüber, dass das "fruit" vom Rest der Welt überwiegend weggelassen wird. Wegen der "Verwechslungsgefahr": da "Kiwi" nicht nur der Name des Vogels, sondern auch Spitzname des gemeinen Neuseeländers an sich ist.
Naja, da ist was dran: ich hab gestern meinem Vermieter John - geborener Neuseeländer - völlig begeistert von meiner neuesten Errungenschaft, und dem Verzehr, meiner Lieblingskiwi erzählt (so nach dem Motto "I just ate one of my favourite Kiwis"), und er hat schon erstmal ein bisschen komisch geguckt im ersten Moment...

Ich war nämlich äußerst entzückt, meine Lieblinskiwi - die goldene Version - seit vorgestern im Sortiment des Obst- und Gemüsemarkts meines Vertrauens vorzufinden.
Und es sind haargenau die gleichen, die man in Deutschland kriegt, was natürlich nicht verwunderlich ist, warum sollte Neuseeland nicht auch nach Australien exportieren... Aber das Unglaubliche: sie sind hier teurer!!!
Und wo ich schon mal dabei bin, hier wieder ein bisschen Kultur:
Die Kiwi stammt ursprünglich aus China und kam 1906 nach Neuseeland - unter dem Namen "Chinese gooseberry" (Chinesische Stachelbeere), wohl des Aussehens wegen. Neuseeländer haben sie später nach ihrem Nationalvogel benannt. Auch dies wohl des Aussehens wegen: beide - der Kiwi und die (grüne) Kiwi haben ein braunes, "wuscheliges" Äußeres...
Nein, es war natürlich vorwiegend eine Marketingstrategie (und die Entscheidung gegen einen Namen mit "China" darin hatte gleichzeitig irgendwas mit dem Kalten Krieg und Chinas Mitwirken darin zu tun und der negativen Konnotation bei einer Vermarktung im Westen), aber eigentlich hatten die Neuseeländer die Kiwi "Kiwifruit" genannt und sind eigentlich nicht sehr erfreut darüber, dass das "fruit" vom Rest der Welt überwiegend weggelassen wird. Wegen der "Verwechslungsgefahr": da "Kiwi" nicht nur der Name des Vogels, sondern auch Spitzname des gemeinen Neuseeländers an sich ist.
Naja, da ist was dran: ich hab gestern meinem Vermieter John - geborener Neuseeländer - völlig begeistert von meiner neuesten Errungenschaft, und dem Verzehr, meiner Lieblingskiwi erzählt (so nach dem Motto "I just ate one of my favourite Kiwis"), und er hat schon erstmal ein bisschen komisch geguckt im ersten Moment...
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