Da ich morgens nichts mehr hasse als zu hetzen, dachte ich, ich stehe mal um 5 auf, um genug für die "ganze Runde" und ein gemütliches Frühstück zu haben.
Die "ganze Runde" ist diese:
Der schmale grüne Streifen um die Halbinsel Cremorne Point, nennt sich Cremorne Point Reserve und ist ein Stück Buschland, das die Anwohner liebevoll ehrenamtlich unterhalten. Sehr beliebtes morgendliches Ziel von Walkern und Joggern.

Jedenfalls, leider hat es um 5 wie aus Kübeln gegossen. Eine halbe Stunde später war es zum Glück schlagartig vorbei, so dass ich endlich raus konnte an die frische Luft. Unglaublicherweise war es irgendwie total schwülwarm, noch nicht richtig hell dazu, aber das hat mich nicht sonderlich gestört (Sonnenaufgang ist zur Zeit gegen 6).
Und dann: herrlich! Der Regen hatte die ganzen Düfte der Büsche und Bäume hervorgespült. Ich bin die ganze Stunde lang schnuppernd durch dieses "Reservat" gelaufen, fast schon hyperventilierend, damit mir auch ja kein Duft entgeht. Ein sehr amüsanter Geruch lag den anderen zugrunde: nasses Schaf. Oder nasser Schafwollpullover. Schurwollpullover? Na egal. Ich glaube, das sind die Palmen, die im nassen Zustand so riechen; bei Eukalyptus ist mir das jedenfalls noch nicht aufgefallen.
War schon witzig, in dieses kleine Streifchen Buschland einzubiegen und nasses Schaf zu riechen.
Und jetzt gehe ich meine Studenten quälen!
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