Anders als sonst führte der Weg nicht gleich ins Tal runter, sondern erst einmal lange Zeit einen Pass namens "Narrow Neck" entlang - fantastisches Panorama, nur hatte ich leider diesmal meine Kamera nicht dabei; ich bin aber sicher, dass in der Fotogalerie vom bushwalking club bald Bilder online sind. Dann sicherlich auch von den Kletterpartien.
Das Wetter war temperaturmäßig etwas erträglicher als bei der Tour letzte Woche, mit dem einzigen Problem, dass absolut kein bisschen Wasser in den creeks war (und das in einem Wassereinzugsgebiet!). Man hatte vielleicht Wasser für 2 Tage dabei, aber nicht für 3. Nahe unserem 1. Camp sollte laut Karte ein Wasserloch sein, und irgendwie war da auch eins, natürlich nicht besonders frisch. Uns blieb nicht wirklich eine andere Wahl - immerhin entwich dem Wasser kein moderiger Gestank (war allerdings Zuhause für kleine Moskitolarven), und mit abkochen und Wasserdesinfektionstabletten erschien es uns einigermaßen genießbar (so genießbar und lecker der Geschmack von Chlor eben ist). Jedenfalls, wir habens überlebt.
Am Morgen beim Wasserholen, erst mal ein Stückchen rein in den Busch, traf ich dann auf diesen Kollegen:

Eine Red-bellied black snake, häufigste Schlangenart (neben 18 anderen) in den Blue Mountains, giftig, aber nicht sehr (wie beruhigend!), und bislang gibt es nur einen einzigen registrierten Todesfall...
Habe sie wohl beim morgendlichen Sonnenbad gestört - ich bin buchstäblich fast draufgetreten! - und ihr einen gehörigen Schrecken eingejagt (und sie mir!), was sie dazu veranlasst hat, hochzuschnellen und dann abzuzischen. Glaube aber nicht, dass das Hochschnellen ein Angriffsversuch war, denn sonst hätte sie das auch getan (nahe genug war ich immerhin).
Na, das war jedenfalls ziemlich aufregend, und ich fühle mich auch direkt ein bisschen geehrt, dass ich diese nette schwarze Schlange (übrigens ca. 1.5m lang, also nicht ohne) gesehen habe, denn normalerweise hauen die gleich ab, wenn man durch den Busch "trampelt".
Viel schlimmer als die Schlange fand ich allerdings, dass dann beim Zelte einpacken etc. um ein Haar ein Exemplar einer besonders hässlichen, wenn auch nur ca. 5cm großen Spinne mit in meinen Rucksack geraten wäre; wir konnten sie nicht eindeutig identifizieren, aber möglicherweise war es eine Huntsman Spider (VORSICHT - seid gefasst auf wahrlich furchterregende Bilder, weitaus furchterregender als dieses!!!) ähnlich dieser hier:

Brrrrr!
Ist mir eigentlich egal, was es für eine war, Schlangen sind mir lieber!
Von den Wombats haben wir allerdings leider mal wieder nur die Hinterlassenschaften gesehen.



