Sunday, May 28, 2006

Bushwalk No.4


Was ich wirklich an Sydney mag (ich meine, zusätzlich zu allem anderen) ist, dass man sich in den Zug setzen kann und in weniger als 2 Stunden in den Blue Mountains ist. Bzw. der Clou daran ist ja, dass man sich mitten im Nationalpark befindet, wenn man aus dem Zug aussteigt, und wenn man das am richtigen Bahnhof macht, kann man direkt loswandern.

Das haben wir dieses Wochenende gemacht, und zwar tatsächlich Samstag und Sonntag, d.h. mit zelten. Unser "Hauptorganisator" Craig hat sich eine Tour einfallen lassen, die sozusagen von Bahnhof zu Bahnhof geht (ich sag ja!).

Da er die Tour selbst noch nicht gegangen war, wussten wir auch nicht, dass uns die ersten Kilometer am Glenbrook Creek entlang "bush bashing" erwarten würde, das bedeutet so viel wie "sich durch den Busch schlagen". Aber gerade das macht die Sache natürlich spaßig...

(Übrigens, nur ganz am Rande: "bush bashing" ist gleichzeitig ein nettes Wortspiel, denn "bashing" kann auch 'schlechtmachen' oder 'kritisieren' bedeuten, und dann ergibt "Bush bashing" einen ganz anderen Sinn...)

In Ermangelung eines Campingplatzes haben wir wild gecampt. Das hatte den Vorteil, dass wir uns ein wirklich wunderbares Plätzchen an einem lookout aussuchen konnten: mit Sonnenuntergang und Sonnenaufgang direkt vor der "Haustür". Sydney war mal wieder in der Ferne zu sehen (ca. 60km Entfernung)...

Und am nächsten Morgen (Sonntag) das Unausweichliche: runter ins Tal, auf der anderen Seite wieder rauf... Was das ganze noch erschwert hat, war - ähem - das unverschämt schöne Wetter: Während es in Sydney grau und trüb war (konnte man wunderbar sehen in der Ferne...), war bei uns die ganze Zeit über alles schön sonnig und warm - na, so an die 20° (gefühlte Temperatur 30°). Fast ein bisschen zu warm für die Plackerei. Aber ich will mich ja nicht beschweren.

Das einzig komische war, dass sich die Leute auf dieser Tour in 2 Grüppchen aufgeteilt haben. Da waren 4 Typen, die ich vorher nicht kannte (und deren Namen ich zugegebenermaßen auch hinterher nicht wirklich kenne), die ganz gerne unter sich blieben; sie waren allerdings auch nicht gerade wandererfahren (was so nicht vorgesehen war auf einem overnight hike) und hinkten immer etwas hinterher...

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