Und wo ich jetzt im April wieder neues (und mehr) Guthaben habe, ist mir erst mal mein Modem softwaremaessig floeten gegangen. Was waren das fuer grausliche Stunden, voellig ohne Internet. Heute den Laptop mitsamt Modem mit zur Uni genommen und den IT-Leuten im Institut praesentiert - alles wieder gut.
Jetzt ist der Urlaub natuerlich schon eine ganze Weile her... Heute vor einem Monat waren wir bereits 1 Woche unterwegs und hatten gerade 72 Stunden Dauerregen ueberstanden... Das war auf dem Routeburn Track, angeblich einem der schoensten Wege auf Neuseelands Suedinsel - tja, wenn man was gesehen haette! Dicke Wolkensuppe statt dessen. Und irgendwann ist es dann auch egal, dass man unentwegt nass ist.
Ich muss dann also irgendwann nochmal hin, um die Tour nochmal zu machen. Obwohl da noch so viele andere sind... Oder wie waer's mit dem "Routeburn Classic" jaehrlich im Mai: die 38km als Trailrun, naechstes Jahr vielleicht? Dieses Jahr bin ich im Mai schon zum Sydney Halbmarathon gemeldet...
Aber ich schweife ab.
Was sich in NZ bestaetigt hat (wenn es nicht gerade in Regenwolken unterging), ist unglaublich faszinierende und sehr schnell wechselnde Landschaft, praktisch auf jeder Tour anders.
Da ist man fuer die eine Tour an der sehr regen- und regenwaldreichen Westkueste und teilt den Pfad mit einem Bach...

Und noch am gleichen Tag eigentlich aendert sich schon alles, wenn man langsam an Hoehe gewinnt und schliesslich sogar badetaugliche heisse Quellen an der Huette vorfindet (mit Blick auf die Gletscher - wenn die nicht von Regenwolken verdeckt werden...). Herrlich!

An der Westkueste gibt es ausserdem Straende mit schwarzem Sand...

...Gletscher...

Weiter im Landesinneren (bei Queenstown), gewaltige Seen...

...Berge...

...Und wieder alles ganz anders...

Die seltsamsten Wolken, die ich je gesehen habe!
Auf unserem "Abenteuer-Trip" (4 Tage ohne richtigen Weg - und endlich mal ohne andere Leute - inkl. einer Passueberquerung auf 1821m)

Auf der Weiterfahrt nach Norden, der riesige Lake Pukaki mit dem wolkenverhangenen Mt Cook/Aoraki (der hoechste Berg Neuseelands: 3754m), ziemlich genau in der Mitte der Suedinsel

Weiter gen Norden, mehr Berge (diesmal sogar sichtbar)...


Sehr interessantes Moos...

...nur ein paar Stunden weiter schon wieder im Farn- und Birkenwald...

...um sich am naechsten Tag ploetzlich in einer Moorlandschaft wiederzufinden.

Die Vielfalt war wirklich enorm. Und das Schoene ist, die Suedinsel erinnert mich doch sehr an Mittel- und Nordeuropa, nur ein bisschen anders vielleicht (der Baumfarn-Regenwald ist definitiv exotisch, im Gegensatz zu Gletschern). Aber die Voegel singen wie europaeische Singvoegel... kein Papageien- und Kakadu-Gekraechze wie hier in Australien. Es gibt hier keine Singvoegel! (Doch, in Canberra habe ich mal eine Amsel gesehen bzw. gehoert, aber die sind hier irgendwie nicht verbreitet.)
Das einzige Problem mit Neuseeland ist, dass es seit Herr der Ringe ein zu beliebtes Reiseziel geworden ist; und auch die Wanderwege zum Teil ZU zugaenglich sind, so dass sie mitunter zu wahren Volksansammlungen mutieren, und dann sind das nicht unbedingt alles Leute, die fuer eine Mehrtagestour ausgeruestet sind...
Aber ansonsten ist Neuseeland ziemlich leer. Mit nur drei groesseren Staedten (Auckland ist mit 1.2 Mio Einwohnern die groesste, Christchurch hat 360,000, waehrend die Hauptstadt Wellington nur knapp 190,000 Einwohner hat) und ansonsten ziemlich viel Wald und Bergen kein Wunder. Schoen ist es dort jedenfalls.
Nur in einem sind die Neuseelaender noch eigenartiger als die Aussies: es gibt da so eine Vorfahrtsregel... Normal gilt rechts vor links, wenn weiter nichts ausgeschildert ist; ja, rechts vor links, trotz Linksverkehr, aber das ist hier ja auch so. In Neuseeland allerdings, wenn von einer Hauptstrasse zwei Autos aus jeweils entgegengesetzter Richtung in dieselbe Nebenstrasse abbiegen, hat der Rechtsabbieger (der die Hauptstrasse kreuzt) Vorfahrt vor dem Linksabbieger. Alles klar? Ist doch logisch, oder? ;)
Oh, und nicht zu vergessen: in Sachen Inneneinrichtung sind sie nicht unbedingt 100% stilsicher. So geschehen in unserer Lieblingsunterkunft in Wanaka, alles ganz reizvoll und malerisch usw., aber das Zimmer - O Graus!

Bleibt mir nur noch zu sagen: Don't chop the dinosaur, Daddy! (mit special thanks an Kilian :> )
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