Sunday, April 02, 2006

Erster bushwalk

Gestern war ich endlich das erste Mal mit meinem Bushwalking Club unterwegs. "Bushwalking" unterscheidet sich nicht viel von dem, was man normalerweise unter wandern versteht, vielleicht mit dem Unterschied, dass man in Australien keine richtigen breiten Wanderwege finden wird, sondern überwiegend nur Pfade. Was sowieso viel spannender ist. Und weil hier alles, was nicht besiedelt ist, "bush" genannt wird, ist es eben "bushwalking". Das heißt nicht unbedingt, dass man sich mit dem Buschmesser durch den Dschungel schlagen muss, aber fast. Manchmal kommt man sich so vor.

Zum Beispiel in den Blue Mountains, wo wir gestern waren. Eigentlich ist das ein sehr touristisches Gebiet und dementsprechend beliebt, obwohl sich die meisten Leute offenbar damit zufrieden geben, mit dem Auto zu einem Aussichtsplateau zu fahren, ein bisschen zu gucken und dann weiterzufahren. So wie am Echo Point, unserem Ausgangspunkt mit einer der "Attraktionen" der Blue Mountains, den "Three Sisters" (Bilder dazu gibt es hier). Wir dagegen hatten uns nette 15km Fußmarsch durch Eukalyptus-Urwald vorgenommen und eine Kletterpartie auf die "Burgruine": Überbleibsel der Erosion, einige dünne "Felsnadeln", die sich von einem sehr schmalen und sehr steilen (und sehr hohen) Grat erheben. Es gab leider keine Stelle, von der aus es möglich gewesen wäre, zu sehen (fotografieren), wie steil und schmal und aufregend das wirklich war - man konnte nur selber raufklettern und schwindlig werden und staunen, wie steil und tief der Abgrund überall um einen herum ist...

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