Also: Weder Trichternetzspinne noch Redback (und das, obwohl wir hier sozusagen im Busch wohnen). Das ist ganz gut so, denn ich will beiden eigentlich lieber nicht begegnen - die Redback wird zwar nur ca. 1cm groß (ohne Beine!), die Trichternetzspinne dagegen auch schon mal 4,5cm (auch ohne Beine), dafür sind beide schön giftig.
Jedenfalls, die einzigen Spinnen, mit denen wir uns hier bisher rumschlagen müssen, spinnen ihre Netze nach Einbruch der Dunkelheit zwischen Bäumen und Boden in der Zufahrt zum Haus. Dann sieht man uns, wenn wir nach Hause kommen oder noch weggehen, immer wie blöd mit einem Arm vor dem Gesicht rumfuchteln (um wenigstens nur mit der Hand in ein Netz zu geraten) und/oder andere komische Bewegungen machen, um die Fäden zu sehen, wenn sie das Licht der Straßenlampen reflektieren. Das ist irgendwie nervig, weil die Netze nie an denselben Stellen sind, aber hilft ja nichts. Andererseits sind das wenigstens harmlose Spinnen, falls man doch hineinlaufen würde - obwohl sie deutlich größer sind als Spinnen, die wir so in Deutschland gewohnt sind, also spaßig wäre es trotzdem nicht.
Etwas anderes interessantes habe ich auch noch entdeckt, sogar selbst gesehen: überall gibt es auch Spinnennetze, in denen sich zufällig je genau ein verwelktes Blatt verfangen hat. Zufällig? In Wirklichkeit ist das das Werk der Leaf-curling-Spinne. Die holt sich ein Blatt vom Boden, rollt es ein, während sie es mit in das Netz verwebt und benutzt es dann als extra Schutz vor Vögeln usw., während sie auf eigene Beute wartet.
... Aber die wahrscheinlich kurioseste Spinne, die es hier wohl gibt, die ich aber auch noch nicht gesehen habe, ist diese:
Um Fressfeinde zu täuschen, kauert sie sich zusammen, und sieht dann wie Vogeldreck aus (daher auch der treffende Name "Bird-dropping spider"). Vielleicht ist das ja der Grund, warum ich sie noch nicht gesehen habe...?!
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